Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Hornhautkomplikationen durch Tränenfilminsuffizienz nach operativer Versorgung einer beidseitigen angeborenen Lidaplasie

Moustafa B., Käsmann-Kellner B., Hille K., Ruprecht K. W.,
Universitätskliniken des Saarlandes, Augenklinik und Poliklinik (Homburg/Saar)

Hintergrund: Oberlid-Kolobome sind seltene angeborene Fehlbildungen, die ihre Ursache in einem unvollständigen Verschmelzen der Lidkanten in der 8. Schwangerschaftswoche haben. Bei einer totalen Oberlidaplasie, kommt es zudem durch die fehlenden Meibomschen Drüsen zu einem pathologischen Tränenfilm mit defizienter Tränenfilmfunktion.
Patient und Verlauf: 1996 wurde bei einem reifen Neugeborenen eine beidseitige, fast vollständige Oberlidaplasie festgestellt. Andere Fehlbildungen waren nicht vorhanden. Am 3. Lebenstag wurde an beiden Augen notfallmäßig eine laterale Verschiebeplastik nach Tenzel durchgeführt. Zur Ausbildung eines Fornix wurde eine Illigschalen eingelegt und die Lider temporär verschlossen. Durch die Präparation eines temporalen Verschiebelappens mit nach oben gerichteten Burrowschen Dreiecken gelang es, den Defekt anatomisch zu schliessen. Nach Öffnung der temporären Tarsorrhaphie am 10. Tag postop. war der Lidschluss zunächst nur bei schreiendem Kind vollständig, und nach 8 Wochen auch bei schlafendem Kind. Aufgrund rezidivierender Erosiones beidseits wurde bei relativ breiter Lidspalte an beiden Augen zusätzlich eine laterale Tarsorrhaphie durchgeführt. Unter dieser Therapie heilten die Erosiones spontan ab. Aufgrund der vaskularisierten Hornhautnarben und der drohenden Amblyopie wurde zudem eine lamellierende Keratoplastik durchgeführt, deren Prognose jedoch durch die pathologische Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit limitiert war. Es kam im Laufe der Zeit zu weiterer Ausprägung der Vaskularisationen und der Hornhauttrübungen.
Schlussfolgerungen: Bei einem ausgedehnten angeborenen Oberlidkolobom ist eine umgehende operative Versorgung zum Schutz der Hornhaut erforderlich. Trotz des anatomisch guten Ergebnisses sowie der sehr konsequent durchgeführten Pflegetherapie durch die Eltern kommt es durch die fehlenden Meibomschen Drüsen und die reduzierte Anzahl an akzessorischen Tränendrüsen zu zunehmenden Vaskularisationen der Hornhaut mit konsekutiver Eintrübung.

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