Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Die optische lamellär-perforierende Keratoplastik mit Stammzelltransplantation bei Risikofällen

Clemens S., Tost F.,
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Greifswald)

Hintergrund: Für Stammzellinsuffizienz und Risikofälle gilt, daß möglichst große intakte Stammzellpopulationen mit übertragen werden. Dies erschwert jedoch die gleichzeitige optische Rehabilitation. Ein neuentwickeltes lamellär-perforierendes Verfahren wird auf die Optimierung beider Aspekte hin evaluiert.
Methode: Bei 4 Patienten mit Stammzellinsuffizienz durch konjunktivales Pemphigoid und metaherpetische Keratitis wurde ein streifenförmiges Volltransplantat mit 15 mm Durchmesser und 9 mm Breite auf ein entsprechendes lamelläres Bett aufgetragen und mit einer zentralen 7 mm Perforation kombiniert.
Ergebnisse: In allen Fällen konnte bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 1,2 Jahren das Transplantat erhalten werden. In 2 Fällen traten beherrschbare Sekundärglaukome auf. Zur verbesserten immunologischen Akzeptanz wurden lokal und systemisch Immunsuppressiva verabreicht.
Schlussfolgerungen:
Die beschriebene Operationstechnik stellt ein Novum dar, da eine Kombination aus lamellär-perforierender und zentral-perforierender optischer Keratoplastiken möglich ist. Durch die peritomieartige Bindehautabdeckung der Transplantatstammzellen kann eine in vivo Kultur erreicht werden. Durch Kontakt der Spenderhornhaut zur Vorderkammer kann das Immunprivileg genutzt werden. Die zusätzliche Konditionierung durch Applikation an der Nasenrachenschleimhaut führte tendentiell zu einer verbesserten Immuntoleranz.

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