Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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ICG unterstütztes ILM Peeling versus Thrombozytenkonzentrat bei der Makulaforamenchirurgie

Roider J., Walter A. F.,
Universität Regensburg, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Regensburg)

Hintergrund: Seit kurzem wird der Stellenwert von ICG bei der Makulaforamenchirurgie kontrovers diskutiert. Ziel dieser retrospektiven Studie ist es, den Stellenwert des ICG unterstützten ILM Peelings versus der Verwendung von Thrombozytenkonzentrat bei der Makulaforamenchirurgie zu untersuchen.
Methode: Zwischen 1998 und 2001 wurden 92 Patienten mit idiopatischen Makulaforamina von einem Chirurgen mit verschiedenen Operationsmethoden operiert. Bei allen Patienten wurde eine hintere Glaskörperabhebung erzeugt und am Ende der OP 16 % C2F6 eingegeben. Bei 40 Augen (Gruppe 1) wurde nach eventueller Entfernung einer sichtbaren Membran Thrombozytenkonzentrat eingegeben, bei 41 Augen (Gruppe 2) ICG unterstütztes (1mg/ml) ILM Peeling durchgeführt. Der mittlere Nachuntersuchungszeitraum betrug 30 (4-147) Wochen (Gruppe 1) und 17 (4-53) Wochen (Gruppe 2).
Ergebnisse: Die Verschlussrate war 90 % in Gruppe 1 and 76 % in Gruppe 2. Eine signifikante Visusverbesserung (drei oder mehr Linien = Verdoppelung des Sehwinkels) war in 40 % in Gruppe 1 (Thrombozytenkonzentrat) und in 15 % in Gruppe 2 (ILM Peeling) zu finden. Eine signifikante Visusverschlechterung (drei oder mehr Linien) trat in 10 % der Thrombozytengruppe und in 34 % der ILM Gruppe auf. Als Komplikation trat in 1/81 Fällen eine Ablatio retinae auf. Bei sieben Patienten wurde wegen offenem Makulaforamen eine Revitrektomie mit Thrombozytenkonzentrat durchgeführt. Dabei kam es in 1 von 2 Patienten der Gruppe 1 und in 3 von 5 Patienten der Gruppe 2 zu einem weiteren Verschluss des Foramens.
Schlussfolgerungen: Visusergebnisse nach Thrombozytenkonzentrat sind signifikant besser als nach ICG unterstütztem ILM Peeling. Eine mögliche Toxizität von ICG kann dabei nicht ausgeschlossen werden.

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