Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Der Einsatz des Water-Jets in der endoskopischen Tränennasenwegschirurgie - erster Erfahrungsbericht

Knorrn M., Bleifuß R., Ehrich D., Struck H. G., Wilhelm F.,
Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Halle/Saale)

Hintergrund: In der Tränennasenwegschirurgie werden zunehmend neben endoskopisch geführten Mikrobohrersystemen auch Laser zum schonenden und blutarmen Operieren eingesetzt. Da der Water-Jet bereits in verschiedenen operativen Fächern etabliert ist, lag es nahe, den Water-Jet als mögliche Alternative für den mikrochirurgischen Eingriff an den Tränennasenwegen zur Beseitigung von Stenosen oder Dakryolithen zu testen.
Methode: Die Versuche wurden an den Tränennasenwegen toter Kaninchen durchgeführt. Im Vorfeld erfolgte zur Darstellung die Präparation der Tränennasenwege und eine Dakryoszintigraphie. Mit einem flexiblen Dakryoendoskop bestehend aus Bild- und Lichtfasern wurde der Water-Jet mit verschiedenen Arbeitsdrücken gezielt angewendet. Dabei konnten dessen Spül- und Schneideigenschaften ausgenutzt werden. Zur Simulation einer Stenose bzw. eines Hindernisses wurde Fibrinkleber sorgfältig mit einer Kanüle eingegeben.
Ergebnisse: Anhand von Videosequenzen kann gezeigt werden, dass eine Rekanalisierung der ableitenden Tränennasenwege mit Hilfe des Water-Jets möglich ist. Der kontinuierliche Zufluss bietet zusätzlich optimale Beurteilungs- und Arbeitsbedingungen. Bei einem Arbeitsdruck von 25 bar zeigten sich jedoch erste Gewebeschäden.
Schlussfolgerungen: Für den klinischen Einsatz müssen für eine präzisere Anwendung des Water-Jets in der Tränrennasenwegschirurgie Parameter wie Spüldruck, Düsen- und Strahlduchmesser noch genau definiert werden.

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