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Optische Kohärenztomographie (OCT) zur Erkennung von Laser in situ Keratomileusis (LASIK) bei organkultivierten Spenderhornhäuten
1Neubauer A. S., 1Priglinger S., 2May C.-A., 3Ludwig K., 1Welge-Lüßen U., 1Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Innenstadt, Augenklinik (München) 2Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Anatomisches Institut LS II (Erlangen) 3Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München (München)
Hintergrund: Im Jahr 2000 wurden weltweit mehr als eine Million Laser in situ Keratumileusis (LASIK) Eingriffe durchgeführt. Berücksichtigt man die langfristige Steigerung von Patienten, die sich photorefraktiven Eingriffen unterzogen haben, so werden Hornhautbanken zunehmend mit dem Problem konfrontiert sein, wie sie diese Patienten identifizieren. Bislang gibt es keine Methode, um sicher und zuverlässig Patienten nach Excimer Lasereingriffen zu erkennen. Ziel dieser Studie ist es deshalb, zu untersuchen ob die optische Kohärenztomographie (OCT) LASIK-induzierte Veränderungen an humanen Spenderhornhäuten erkennen kann. Methoden: LASIK wurde an 20 organkultivierten menschlichen Spenderhornhäuten durchgeführt. Die anschließende Excimer Laserablation umfasste zwischen 0 und 12 Dioptrien. Danach wurden die Hornhäute in Organkultur gehalten und strukturelle Veränderungen mittels OCT an den Tagen 1, 2, 7 und 14 sowie 1, 2, 4, und 6 Monate nach LASIK gemessen. Die Sichtbarkeit des Flap-Stroma Interfaces wurde quantifiziert. Die behandelten Hornhäute wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten mittels Licht- und Elektronenmikroskopie sowie immunhistochemischer Färbung auf Kollagen Typ III, Laminin und Fibronectin untersucht. Ergebnisse: Die OCT Scans konnten in allen Hornhäuten und zu jedem Zeitintervall das Interface zwischen Flap und Stroma darstellen. Die ultrastrukturelle Untersuchung zeigte in der Peripherie der Kornea eine Desorganisation von Kollagenfasern als Zeichen einer Vernarbung. Im Zentrum der Hornhaut zeigten sich keine derartigen Veränderungen. Die immunhistochemische Färbung erbrachte den Nachweis von Fibronectin und Kollagen Typ III am gesamten stromalen Schnittinterface, während sich Laminin beim Einwachsen von Epithelzellen zeigen ließ. Schlussfolgerungen: Die morphologischen Veränderungen nach LASIK im verwendeten Organkulturmodell scheinen die in vivo Situation gut nachzuahmen. Die OCT Untersuchung von korneoskleralen Scheiben erscheint als eine vielversprechende Technik für Hornhautbanken, um frühere photorefraktive Eingriffe an potentiellen Spendern zu erkennen.
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