Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Erster Einsatz der Aachener Keratoprothese Typ 3 am Menschen - eine Machbarkeitsstudie

1Kompa S., 2Frentz W., 3Frentz M., 4Berndt E., 1Schrage N. F.,
1RWTH Aachen, Universitätsaugenklinik (Aachen)
2RWTH Aachen, Institut für Aerodynamik (Aachen)
3IZKF "Biomat." (Aachen)
4RWTH Aachen, Institut für Textiltechnik (Aachen)

Hintergrund: Die intraoperative Anwendung der Aachener Keratoprothese (KPro) Typ 1 bei Vitrektomien sowie der temporäre Einsatz der Aachener KPro Typ 2 für drei Monate haben zur Entwicklung dieses neuen Prototyps geführt. Die Aachener KPro Typ 3 besteht nicht wie ihre Vorgängermodelle aus einem einzigen Werkstoff Silikon, sie besitzt eine textile Haptik aus Polyvinylidenfluorid (PVDF), die durch Vulkanisation mit dem Rand der weichen Silikonoptik verbunden wird. Zellkulturversuche zeigen ein sehr gutes Einwandern von L929-Mausfibroblasten in die Maschen des Gewirkes, wodurch eine dichte Verbindung zwischen Empfänger und Transplantat erwartet werden kann.
Methode: Ein Verätzungspatient mit einer Dohlmann KPro im einzigen Auge stellte sich mit einer Endophthalmitis vor. Es bestand keine Lichtscheinwahrnehmung. lntraoperativ wurde die Dohlmann KPro entfernt. Mittels einer Aachen KPro Typ 1 wurde am mit Pus gefüllten Auge eine Vitrektomie durchgeführt. Es konnte Netzhaut identifiziert werden. Daher wurde intraoperativ der Entschluss gefasst eine Aachen KPro Typ 3 einzunähen und das Auge mit Silikonöl zu füllen.
Ergebnisse: Bei geringer Luft-Leckage durch das Gewirk konnte das Auge später intraoperativ tonisiert werden. Postoperativ war der Funduseinblick im oberen Bereich der Prothese gut, im unteren Bereich wölbte sich das Textil von innen gegen die KPro vor. Nach 2 Wochen musste eine leichte Bindehautretraktion refixiert werden. Nach 3 Wochen bildete sich eine retroprothetische Membran, die im folgenden den Einblick erschwerte. Der Augeninnendruck war mit einem modifizierten Schiötz Tonometer gemessen hypoton (7 mmHg).
Schlussfolgerungen: Bisher mussten KPro-Augen mit Endophthalmitiden meist enukleiert werden, da der Einsatz einer KPL an den voroperierten und stark vernarbten Augen nicht erfolgreich war. Die Aachener KPro Typ 3 konnte komplikationslos in ein solches Auge eingesetzt werden. Bei hochentzündlicher Reaktion des Auges kam es zur Entwicklung einer retroprothetischen Membran. Der klinische Follow-up dauert derzeit noch an. Augeninnendruckmessungen sind technisch an der neuen Keratoprothese machbar.

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