Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Akute retinale Nekrose bei Syphilisinfektion - 2 Kasuistiken

Hayler J. K. M., Bergua A., Wenkel H.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Eine akute retinale Nekrose wird meist durch virale Infektionen bedingt. Wir berichten über 2 immunkompetente Patienten bei denen eine akute periphere retinale Nekrose im Rahmen einer ansonsten asymptomatischen Syphilisinfektion auftrat.
Patienten: Patient A: Ein 44 jähriger Mann stellte sich mit einseitigen Kopfschmerzen und akuter Visusminderung am rechten Auge vor (Visus: RA 0,7; LA 1,2). Patient B: Ein 52 jähriger Mann mit seit 2 Wochen anhaltender Visusminderung am rechten Auge (Visus: RA 1/35; LA 1,0). Bei beiden fielen neben einem Vorderkammerreizzustand ein funduskopisch scharf begrenztes nekrotisch ödematöses peripheres Netzhautareal ohne retinale Blutungen am betroffenen Auge auf. Das Partnerauge zeigte jeweils keine pathologischen Befunde. Serologisch zeigten beide Patienten bei ansonsten unauffälligen immunologischen, bakteriologischen und virologischen Laborwerten erhöhte TPHA-Titer (A: 1:163840; B: 1:81920), einen positiver FTA-Abs-Test, IGM-FTA-Abs-Test (A: negativ , B: 1:2560) und eine Cardiolipin KBR (A: 1: 80; B: 1:320). Verlauf: Bis zum Beginn einer erregerspezifischen Therapie fiel der Visus bei Patient A auf 0,25 bei Patient B auf Lichtschein. Unter Therapie mit zunächst i.v.-Penicillin und anschließend i.m.-Depot-Penicillin für 21 Tage zeigten beide eine deutliche Befundbesserung. Unmittelbar nach Therapiebeginn kam es zu einer deutlichen Glaskörperentzündung im Sinne einer lokalisierten Herxheimerreaktion, die unter Steroidtherapie kontrolliert werden konnte. Vier Wochen nach Therapie zeigte sich bei Patient A eine Visusbesserung auf 1,0.
Schlussfolgerungen: Bei Patienten mit einseitiger akuter retinaler Nekrose sollte immer eine Syphilisinfektion ausgeschlossen werden. Eine additive Steroidtherapie sollte unter klinischen Kontrollen erwogen werden, um der durch Erregerzerfall bedingten entzündlichen Reaktion unter Therapie frühzeitig entgegenzuwirken.

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