Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Der Einfluss von Nimodipin auf die okuläre Perfusion bei Normaldruckglaukom in Ruhe und während experimentellem Blutdruckanstieg durch externe Gegenpulsation

1Michalk F., 2Michelson G., 3Harazny J., 4Werner U., 1Daniel W. G., 1Werner D.,
1Friedrich-Alexander-Universität, II. Medizinische Klinik (Erlangen)
2Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
3Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik, Labor für okuläre Perfusion (Erlangen)
4Friedrich-Alexander-Universität, Institut für klinische und experimentelle Pharmakologie und Toxikologie (Erlangen)

Hintergrund: Die Verbesserung des Gesichtsfeldes und des klinischen Verlaufs von Normaldruckglaukomen (NDG) durch Nimodipin ist bekannt. In dieser Studie untersuchten wir die hämodynamischen Veränderungen der okulären Perfusion durch Nimodipin, um Erkenntnisse über die hämodynamischen Ursachen für die klinische Verbesserung zu erlangen.
Methode: Folgende Messungen wurden bei 16 Patienten mit NDG und 10 gesunden Kontrollprobanden vor und 45 Minuten nach einer einmaliger Einnahme von 30 mg Nimodipin durchgeführt: 1. Scanning-Laser-Doppler-Flowmetrie des retinalen kapillären Blutflusses in beiden Augen. 2. Doppler-Sonographie der mittleren Blutflußgeschwindigkeit in der A. ophthalmica in jeweils einem randomisierten Auge zuerst in Ruhe und anschließend während experimentell erhöhtem Blutdruck durch externe Gegenpulsation (ECP).
Ergebnisse: 1. Ohne Nimodipin war der retinale Blutfluß bei NDG-Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant reduziert (262 ± 80 versus 487 ± 164 AU, p < 0.001). Nimodipin steigerte den retinalen Blutfluß bei NDG-Patienten um 91 ± 73 % (p < 0.001) auf Werte von Gesunden. Dagegen zeigte Nimodipin in der Kontrollgruppe keinen Effekt. 2. Weder ohne noch mit Nimodipin unterschied sich die A. ophthalmica-Geschwindigkeit zwischen der NDG- und der Kontrollgruppe. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe stieg die die A.ophthalmica-Geschwindigkeit der NDG-Patienten unter Nimodipin um 7.3 ± 12.6 % (p < 0.05). ECP beeinflußte die die A. ophthalmica-Geschwindigkeit weder ohne noch mit Nimodipin.
Schlussfolgerungen: Nimodipin normalisiert die retinale Perfusion bei NDG. Diese hämodynamische Verbesserung könnte die therapeutischen Effekte von Nimodipin erklären. Bei Gesunden hingegen zeigt Nimodipin keinen Effekt auf den retinalen Blutfluß. Experimenteller Blutdruckanstieg durch ECP hat in beiden Gruppen weder ohne noch mit Nimodipin einen Effekt auf die A. ophthalmica-Geschwindigkeit.

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