Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Verbessert die optische Biometrie das Erreichen der Zielrefraktion bei der Katarakt-Chirurgie?

1Kutschan A., 1Böker K., 2Hager A., 3Wiegand W.,
1Klinikum Nord-Heidberg, Augenabteilung (Hamburg)
2 (Hamburg)
3Klinikum Nord Heidberg, Augenklinik (Hamburg)

Hintergrund: Die optische Biometrie mit dem IOL-Master erhebt als innovative Technik den Anspruch, die refraktiven Ergebnisse nach Katarakt-Chirurgie gegenüber der akustischen Biometrie zu verbessern.
Methode: Bei 100 konsekutiven nicht vorselektierten Augen wurden vor Durchführung einer Katarakt-Operation sowohl eine optische Biometrie (IOL-Master, Fa. Zeiss) als auch eine Ultraschall-Biometrie (Sonomed, SRK II-Formel) durchgeführt. Bei der Katarakt-Operation wurden 2 verschiedene PMMA-Linsentypen verwendet. Die Linsen wurden über einen Skleratunnel immer in den Kapselsack implantiert. Die unterschiedlichen Achsenlängen sowie die postop. nach im Mittel 3 Monaten erreichte Refraktion und die präop. angestrebte Zielrefraktion wurden verglichen.
Ergebnisse: Die mittlere Achsenlänge betrug bei der Ultraschall-Biometrie 23,28±1,83mm (min 20,33mm, max. 30,12mm) und bei der optischen Biometrie 23,44±1,87mm (min. 20,44mm, max. 31,81mm). Die Abweichung der postop. Refraktion (sphärisches Mittel) von der angestrebten Zielrefraktion lag bei der akustischen Biometrie bei 0,54±0,91dpt und bei der optischen Biometrie bei 1,03±0,86 dpt. Die Unterschiede in der mittleren postop. Refraktion bei der optischen und der akustischen Biometrie sind vorwiegend durch die unterschiedlichen Achsenlängen bedingt und können durch „Anpassung“ der A-Konstanten berücksichtigt werden. Die individuellen Abweichungen zwischen der postop. erreichten Refraktion und der präop. angestrebten Zielrefraktion waren bei der optischen und der akustischen Biometrie jedoch nahezu gleich groß.
Schlussfolgerungen: Die optische Biometrie stellt gegenüber der akustischen Biometrie zwar eine erhebliche Vereinfachung des Untersuchungsablaufs dar. Der Anspruch der optischen Biometrie, eine höhere Präzision und damit eine individuell bessere Voraussagbarkeit der postop. Refraktionsergebnisse nach Katarakt-Chirurgie zu erzielen, wird von ihr bisher jedoch nicht erfüllt.

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