Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Ein neues Gerät zur Erkennung einseitiger Aggravation einer Visusminderung

1Koinzer S., 2Kandzia C. H., 2Reichelt J. A.,
1 (Kiel)
2Christian-Albrechts-Universität Kiel, Klinik für Ophthalmologie (Kiel)

Hintergrund: Bietet man einem Probanden zwei leicht verschiedene Bilder auf dem rechten und linken Auge dar, so ist der Proband normalerweise nicht in der Lage wahrzunehmen, welches Bild er mit welchem Auge sieht. Es sei denn, er schließt ein Auge, um sich mittels eines monokularen Bildes darüber klar zu werden, welchem Auge welches Bild dargeboten wird. Diesen Sachverhalt ausnutzend wird versucht, einen Probanden soweit über die Seitenverteilung seiner Seheindrücke zu verunsichern, daß es ihm nicht gelingt, für ein Auge eine schlechtere Sehschärfe vorzutäuschen.
Methode: Einem Probanden werden in unterschiedlich polarisiertem Licht Optotypen angeboten, die er durch Polarisationsfilter ansieht. Mittels eines Winker-Lichtschranken-Mechanismus an beiden Augen wird der Visusprojektor ausgeschaltet, sobald eines der Augenlider geschlossen wird. Auf diese Weise wird es dem Patienten unmöglich gemacht zu erkennen, welche Hälfte der Optotypenreihen er mit welchem Auge sieht.
Ergebnisse: Wir konnten mittels des angegeben Verfahrens an Probanden mit bds. gutem Visus erreichen, daß diese tatsächlich nicht in der Lage waren anzugeben, welche Hälfte der Optotypenreihen sie mit welchem Auge wahrnahmen. Ebenso konnte bei Vernebelung eines Auges mit +0,5 dpt nicht mehr verläßlich angegeben werden, welche Seite vernebelt war. Voraussetzungen sind ein intaktes Binokularsehen sowie keine oder konstante, also mit Prismen ausgleichbare, latente Schielwinkel.
Schlussfolgerungen: Der oben erläuterte Versuchsaufbau arbeitet zuverlässig und erscheint geeignet, um einseitige Aggravation einer Visusminderung zu erkennen. Die Testung an einem Kollektiv, bei dem die Frage einer Aggravation im Raume steht, wird Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.

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