Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Die primäre Pars-plana-Vitrektomie in der rhematogenen Netzhautablösung

Rynarzewska E., Siwiec-Proscinska J., Meller M., Pecold K.,
K. Marcinkowski University of Medical Sciences Poznan, Department of Ophthalmology (Poznan)

Hintregrund: Die Glaskörpechirurgie entwickelt sich dynamisch und das Spektrum ihrer Einsatzmoglichkeiten wird allmählich ausgedehnt. Umstritten bleibt aber, eine Netzhautablösung ohne fortgeschrittener proliferativen Vitreoretinopathie (PVR) oder bei der als Standardverfahren die minimale Chirurgie angewendet wird, mit Hilfe der Vitrektomie zu behandeln. Ziel dieser Untersuchung war, die Ergebnisse der Behandlug den rhematogenen Netzhautablösungen verschiedener Art mit Hilfe der primären Pars plana Vitrektomie (PPV) zu präsentieren und die erweiterte Indikationsliste zu diesem Eingriff darzustellen.
Methode: Die Daten von 50 Patienten, vom 3. bis zu 72. Lebensjahr, die wegen einer rhematogenen Netzhautablösung einer PPV mit der Silikonöl- oder Gasendotamponade unterliegten, wurden retrospektiv bewertet. Die Fälle der Ablösung, die infolge einer Verletzung oder eines intraokularen Fremdkörper entstanden sind, wurden aus der Gruppe ausgesondert. Aufgrund verschiedenen Befunden wurden zwei Gruppen gebildet. Die vorliegende fortgeschrittene PVR, Pseudophakie, Feststellung von Riesenrissen, zahlreichen Rissen und Rissen im hinteren Pol stellten die häufigste zweifellose Indikation zur primären PPV dar. In weiteren Fällen konnte entweder minimale oder maximale Chirurgie in Erwägung gezogen werden. Diese Fälle waren: die vorliegenden zahlreichen Risse verschiedener Grösse, die Risse, die grösser als Pupilledurmesser waren, die im gleichen Abstand vom Ora gelegenen Risse oder solche mit dem bestehenden Zug des Glaskörpers an der Deckel oder mit der sichtbaren Neigung zur Entwicklung eines Riesenrisses.
Ergebnisse: In über 80% Augen in der ersten und in 100% in der zweiten Gruppe konnte die Netzhaut zur Anlage gebracht werden. Die Seheschärfe von 0.3 bis 1.0 konnte entsprechend: in 40% und in 60% der Fälle erzielt werden.
Schlussforgerungen: Gegenüber den eindellenden Operationen weist die primäre PPV in der Behandlung der rhematogenen Netzhautablösung einige Vorteile auf. Das Verfahren kann als eine versprechende Möglichkeit empfohlen werden, und auf einige Fälle der Netzhautablösung ohne fortgeschrittener PVR ausgedehnt werden.

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