Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Papillenmorphologieveränderungen nach Langzeitapplikation von Sabril - eine Kasuistik

Viestenz A., Viestenz A., Mardin C. Y.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Antiepileptika können einfache Opticusatrophien und Gesichtsfeldkonstriktionen induzieren.
Methode: Ein 70-jähriger Epilepsiepatient mit einer kumulativen Dosis von 3,7 kg Sabril wurde untersucht (Papillometrie, Gesichtsfeld, HRT, Gdx, Sinnesphysiologie).
Ergebnisse: Beidseits bestand eine einfache Opticusatrophie. Die Papillenfläche betrug R/L 2,1 mm2. Die Dicke des neuroretinalen Randsaums lag unterhalb der 90. Percentile mit dem HRT. Im Gdx zeigten sich multiple Nervenfaserausfälle und eine erhöhte Number (R=79, L=74). Das Goldmann-Gesichtsfeld war R/L nasal auf 20° und temporal auf 35° konzentrisch eingeengt. Die Latenzzeit war beidseits verlängert (> 125 ms). Der Arden-Quotient betrug rechts 1,6 und links 2,2. Im ERG bestand eine Reduktion der B-Welle.
Schlussfolgerungen: Sabril (Vigabatrin) kann als Antikonvulsivum durch eine Hemmung der GABA-Transaminase die retinale GABA-Konzentration erhöhen und zu einer aufsteigenden einfachen Optikusatrophie führen. Sabril-assoziierte Gesichtsfeldausfälle können asymptomatisch und irreversibel sein. Zumeist bleiben die ERG-Veränderungen bestehen, wohingegen sich das EOG nach Absetzen von Sabril erholt. Vor Beginn der Therapie und in 6-monatigem Intervall werden Gesichtsfeldkontrollen empfohlen. Bei Konstriktion sollte Sabril abgesetzt werden. Aufgrund der Dosis-Toxizitäts-Abhängigkeit sollte ab einer kumulativen Dosis über 3 kg besonders engmaschig kontrolliert werden.

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