Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Korrigierte Kunstlinsenberechnung mittels multipler Regressionsanalyse für die Triple-Prozedur bei Fuchsscher Hornhautendotheldystrophie

Viestenz A., Seitz B., Langenbucher A.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Die Entwicklung einer Korrekturformel für die Kunstlinsenberechnung bei perforierender Keratoplastik kombiniert mit extrakapsulärer Kataraktextraktion und simultaner Hinterkammerlinsen-Implantation (Triple-Prozedur) bei Patienten mit Fuchsscher Hornhautendotheldystrophie (Fuchs). In das multivariate Regressionsmodell wurden folgende Parameter als Kovariaten einbezogen: Achsenlänge (AL), zentrale Brechkraft (K), die nach Haigis berechnete Kunstlinsenstärke (IOLP) und die Zielrefraktion (TR). Zielgröße war die Abweichung (DEV) der postoperativ gemessenen von der intendierten Refraktion.
Methode: Im Rahmen einer prospektiven, klinischen Studie untersuchten wir 42 Augen (32 Frauen, 10 Männer) mit Fuchs nach Triple-Prozedur (Spender/Empfänger 7,6/7,5; Excimerlasertrepanation von epithelial, doppelläufige Kreuzstichnaht, präoperativ gesicherte Keratometrie). Nach Fadenentfernung wurde die Abweichung der tatsächlichen Refraktion von der Zielrefraktion mit einem ANOVA-Modell beschrieben und unter Verwendung einer multiplen Regression analysiert: DEV=a+b×K+c×AL+d×IOLP+e×TR.
Ergebnisse: Postoperativ änderte sich betragsmäßig die zentrale Hornhautbrechkraft um 2,8 ± 2,1 Dioptrien (D), während im Mittel kein signifikanter Unterschied zwischen präoperativ (42,8 ± 2,4 D) und postoperativ (43,0 ± 3,4 D) zu beobachten war. Das sphärische Äquivalent betrug -1,4 ± 2,8 D gegenüber einer angestrebten mittleren Zielrefraktion von -1,6 ± 1,7 D. Wir entwickelten mit Hilfe des linearen ANOVA-Models eine multiple Regressionsformel für die Korrektur der ausgewählten IOL. Sowohl K (b=-1,177, p=0,027) und AL (c=-3,0291, p=0,005) als auch IOLP (d=-2,974, p=0,007) und TR (e=-1,28, p=0,004) korrelierten signifikant mit der Abweichung der tatsächlichen Refraktion von der Zielrefraktion.
Schlussfolgerungen: Die regressionsbasierte Korrektur der klinisch bewährten Kunstlinsenberechnung nach Haigis kann möglicherweise mittelfristig die postoperative Fehlrefraktion bei Patienten nach Triple-Prozedur verringern.

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