Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Ophthalmologische Screeninguntersuchungen wohnungsloser Menschen in Mainz

1Kramann C., 2Pitz S., 2Trabert G., 2Pfeiffer N.,
1Augenklinik und Poliklinik, Universitätsklinik Mainz (Mainz)
2Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Mainz)

Hintergrund: Es existieren bisher in Europa keine Daten über den ophthalmologischen Gesundheitsstatus von wohnungslosen Menschen. Informationen darüber sind jedoch unabdingbar, um eventuelle Versorgungslücken zu schliessen.
Patienten und Methoden: Untersucht wurden bisher 68 Wohnungslose von 18-73 Jahren in Einrichtungen für wohnungslose Menschen in Mainz. Erhoben wurde eine Augen-und Allgemeinanamnese sowie eine ophthalmologische Screeninguntersuchung bestehend aus bestem Nah - und Fernvisus, Refraktionsbestimmung und ggf. Brillenverordnung, Pupillomotorik, Spaltlampenuntersuchung, Fundusuntersuchung in Miosis sowie einer Tonometrie.
Ergebnisse: An visusrelevanten Diagnosen überwogen die unkorrigierten Refraktionsfehler (n=18), zum anderen Optikusatrophien (n=7). Vier Fälle der Optikusatrophien sind auf einen Sturz/Contusio zurückzuführen, bei zwei Fällen blieb die Genese unklar. Ein Patient wies eine beidseitige Optikusatrophie nach unbehandelter Luesinfektion (Visus beidseits nulla lux) auf. Eine schwere diabetische Retinopathie mit Maculopathie war in einem Fall zu beobachten.
Schlussfolgerungen: Screening und Behandlung von Refraktionsfehlern und ophthalmologischen Erkrankungen ist sicherlich sinnvoll, um die Lebensqualität der Wohnungslosen zu verbessern. Die Rate von Optikusatrophien in unserer Studie ist bemerkenswert hoch und teilweise sicherlich auf die Lebensumstände zurückzuführen. Im Falle der luetischen Optikusatrophie führte die unzureichende medizinische Versorgung zur verspäteten Diagnose und Therapie, mit vermeidbarer beidseitiger Erblindung.

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