Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Retikuläre Pseudodrusen und peripapilläre Atrophie bei fortgeschrittener atrophischer AMD

1Jorzik J., 1Schmitz-Valckenberg S., 1Sieber H., 1Chen J., 2Unnebrink K., 3Wolf S., 1Holz F. G.,
1Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universitäts-Augenklinik (Heidelberg)
2Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Koordinierungszentrum für Klinische Studien (Heidelberg)
3Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universität Leipzig (Leipzig)

Hintergrund: Die geographische Atrophie (GA) kann als Spätmanifestation der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu einer erheblichen Visusminderung führen. Im Rahmen der prospektiven, multizentrischen FAM-Studie (Fundus Autofluorescence in Age-related Macular Degeneration) identifizierten wir zwei mit der GA assoziierte Merkmale: retikuläre Pseudodrusen (RPD) und peripapilläre Atrophie (PPA).
Methode: Untersucht wurden 462 Augen von 277 Patienten mit GA incl. standardisierter Fundus-Autofluoreszenzaufnahmen mittels konfokalem SLO (Exz. 488 nm, Em. > 500 nm; HRA, Heidelberg, Germany). Die Prävalenz von RPD und PPA wurde mit 193 Augen verglichen, welche andere Manifestationsformen der AMD, sonstige retinale Erkrankungen bzw. keine Pathologien aufwiesen. Die Auswertung der digitalen Aufnahmen erfolgte durch zwei unabhängige Untersucher.
Ergebnisse: Eine PPA lag bei 218 von 327 (66,7 %) auswertbaren Augen mit GA im Vergleich zu 28 von 101 (27,7%) der Kontrollaugen ohne AMD (p<0.01) vor. Die PPA zeigte variable Ausdehnungen bis hin zu konfluenter makulärer und peripapillärer Atrophie mit einer Korrelation des Ausmaßes der Atrophie an beiden Lokalisationen. RPD fanden sich bei 52 von 285 (18,2%) Augen mit GA, während keines der Kontrollaugen ohne AMD-Manifestationsform (p<0.01) und lediglich 9.7 % der Augen mit neovaskulärer AMD dieses Merkmal aufwiesen (p<0.05).
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse weisen auf eine Assoziation von RPD und PPA mit der atrophischen Spätmanifestation der AMD hin. Möglicherweise prädisponiert die Gegenwart von RPD zur Entwicklung einer GA. Als morphologisches Substrat der RPD kommen verbreiterte, fibrosierte Bindegewebssepten zwischen partiell atrophierten Choriokapillaris-Gefäßen in Frage, wobei sich Fundus-Autofluoreszenzaufnahmen besonders zur Detektion von RPD eignen. Der kausale Zusammenhang zwischen makulärer und peripapillärer Atrophie ist unklar und stellt einige bisherige Hypothesen zur Pathogenese bspw. hinsichtlich des Zusammenhangs mit der Photorezeptorendichte bei der Makulaprädilektion in Frage. Weiterführende longitudinale Studien unter Einbeziehung dieser Merkmale erlauben eine Beurteilung hinsichtlich potientiell neuer prognostischer Determinanten.
Unterstützt durch das DFG Schwerpunktprogramm Altersabhängige Makuladegeneration (SPP 1088); HO 1926/1-1; Forschungsförderung Baden-Württemberg 500/2000

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