Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Referenz-kontrollierte RheoNet Register Analyse von Patienten mit trockener AMD und weichen Drusen nach Rheopheresebehandlung

1Fassbender C., 2van Hasselt K., 3Weickert C., 4Hofstetter H.-J., 5Engelmann K., 6Koch F., 1Klingel R.,
1Apherese Forschungsinstitut (Köln)
2Ophthalmologisches Zentrum (Köln)
3Ophthalmologisches Institut (Ingelheim)
4Ophthalmologisches Institut (Bad Kissingen)
5Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Hamburg)
6Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Klinik für Augenheilkunde, Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (Frankfurt/Main)

Hintergrund: Die aktuelle Interim Analyse der multizentrischen rando-misierten, plazebo-kontrollierten, doppelt-verblindeten US Studie MIRA-1 zeigte einen signifikanten Behandlungseffekt der Rheopherese im Vergleich zur Plazebogruppe für Patienten mit trockener AMD und weichen Drusen nach 12 Monaten. Die Sicherheit und Wirksamkeit der Rheopherese bei AMD konnte bereits in zwei kontrollierten klinischen Studien gezeigt werden (Brunner et al., Retina 20:483-491, 2000; Swartz et al., IOVS 40: S319, 1999). Das RheoNet, ein internationales Rheopherese Register wurde zur Qualitätskontrolle eingerichtet. Wir berichten über eine aktuelle RheoNet Register Analyse ausgewählter Patienten.
Methode: 27 Augen mit trockener AMD und weichen Drusen von 18 Patienten wurden nach Abschluss der initialen Behandlungsserie ausgewertet. Der initiale bestkorrigierte ETDRS-Visus war 0,1-0,8. Insgesamt wurden in Kooperation mit 5 Rheopherese-Kompetenzzentren* 160 Behandlungen durchgeführt. Der bestkorrierte Visus wurde zu Beginn und nach Abschluss der Behandlungsserie mit ETDRS-Tafeln bestimmt.
Ergebnisse: Die Patienten erhielten im Durchschnitt 8,8 Behandlungen in 18,3 Wochen. Die Rheopherese war sicher und gut verträglich. Im Vergleich zum Ausgangsvisus hatten 37 % der Augen eine Verbesserung von ³ 2 Linien, 44 % von 1 Linie, 15 % keine Veränderung im Visus, 4 % verschlechterten sich um 1 Linie, 0 % um ³ 2 Linien. Die mittlere Veränderung betrug 1,26 ETDRS-Linien. Zum Vergleich, die Interim Analyse der MIRA-1 Studie ergab nach 3 Monaten in 28,6 % der behandelten Augen und nur 6,7% der Augen in der Placebogruppe eine Verbesserung um ³ 2 Linien. Die mittlere Veränderung betrug zu diesem Zeitpunkt 1,2 Linien.
Schlussfolgerungen: Diese referenz-kontrollierte Register Analyse befindet sich in guter Übereinstimmung mit den Ergebnissen aus 3 kontrollierten Studien und unterstreicht das Potential der Rheopherese als eine neue Therapie für Patienten mit trockener AMD und weichen Drusen.
*Leitende Ärzte: R. Blum, Bad Neustadt, B. Erdtracht, Köln, F. Himmelsbach, Ingelheim, P. Kurz u. Th. Tsobanelis, Frankfurt, W. Wahls, Hamburg.

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