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Mehrjahresverlauf nach Autotransplantation der Unterkieferspeicheldrüse bei vernarbender Keratokonjunktivitis mit absolutem Tränenmangel
1Schröder C., 2Hakim S. G., 3Collin J. R. O., 3Dart J. K. G., 1Geerling G., 1Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck) 2Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie (Lübeck) 3Moorfields Eye Hospital (London)
Hintergrund: Bei vernarbender Konjunktivitis in Folge einer autoimmunologischen Grunderkrankung kann ein absoluter Tränenmangel und trotz konservativer Substitutionstherapie eine progressive Augenoberflächenerkrankung mit schwersten Symptomen des trockenen Auges resultieren. Wir untersuchten den Effekt der mikrovaskulären Transplantation einer autologen Unterkieferspeicheldrüse auf die Entwicklung der Benetzung, Symptomatik und den Augenoberflächenbefund in einer prospektiven kontrollierten klinischen Studie bei dieser Indikation im mehrjährigen Verlauf. Methode: Bei 14 Augen mit einem szintigraphisch gesichert vitalen Speicheldrüsentransplantat sowie 14 Augen mit Keratokonjunktivitis sicca (KCS) ohne oder mit nicht vitalem Transplantat wurden Visus, Schirmer-Test, Tränenfilmaufrißzeit und spaltlampenmikroskopischer Befund präoperativ und bis zu 5 Jahre postoperativ erhoben. Eine Bengalrosa Färbung, sowie eine Bindehaut-Impressionszytologie/-Abstrich wurden durchgeführt. Ergebnisse: Symptomatik, Basalsekretion und Tränenfilmaufrißzeit waren postoperativ in der Gruppe mit vitalem Speicheldrüsentransplantat signifikant besser als in der Kontrollgruppe. Der spaltlampenmikroskopische Gesamtbefund und der impressionszytologische Befund blieben bei vitalem Speicheldrüsentransplantat postoperativ unverändert. Die Kontrollgruppe zeigte eine tendenzielle Befundverschlechterung. Bei 6 Augen mit einer exzessiven Speichelbenetzung wurde ein mikrozystisches Epithelödem beobachtet, die durch eine Teilresektion des Transplantats korrigiert werden konnten. Bei 3 Patienten wurde nach Speicheldrüsentransplantation eine Keratoplastik durchgeführt, deren Verlauf geschildert wird. Schlussfolgerungen: Bei therapierefraktärem, absolut trockenem Auge in Folge einer vernarbenden Konjunktivitis kann eine autologe Speicheldrüsentransplantation auch im mehrjährigen Verlauf eine deutliche Verbesserung der Benetzung und Reduktion der subjektiven Beschwerden erzielen. Der Befund der Augenoberfläche bleibt auch dem speichelartigen Charakter der Benetzung stabil.
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