
Aktuelle Tagungsinformationen
News and Updates
Anmeldung zur Tagung
Registration
Hotelbuchung
Hotel Registration
Grußwort
Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
Societies involved
Eröffnung des Kongresses
Opening Ceremony
Preise
Awards
Wissenschaftliches Programm
Scientific program
Posterpräsentationen
Poster Presentation
Kurse
Courses
Begleitende Veranstaltungen
Collateral Events
Rahmenprogramm
Social program
Jubiläumsparty
Jubilee Party
DOG Information
DOG Information
Allgemeine Informationen
General Information
Autorenindex
Index of Authors
Ausstellerliste
Exhibitors
Sponsoren
Sponsors
Teilnahmegebühren
Registration fees
Impressum
DOG Homepage
|
Eine Neuinterpretation der Koellnerschen Regel
1Krastel H., 2Jägle H., 1Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universitäts-Augenklinik (Heidelberg) 2Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitäts-Augenklinik (Tübingen)
Hintergrund: Die Koellnersche Regel lokalisiert Blausinnstörungen in die Netzhaut, Rot-Grünsinnstörungen in den Sehnerv. Inzwischen übersteigt die Zahl der Ausnahmen die der Regelfälle. Grund für eine Neubewertung der Befunde, um den Stellenwert der Farbsinnprüfung als sensitives und handliches Untersuchungsinstrument zu belegen. Methoden: Zur Untersuchung des Farbsinns dienen spektrale Gleichungen (Anomaloskopie), Bildschirmleuchtstoffe (Farbkontrastschwellen) und Tests mit Oberflächenfarben (Farbfleckteste, Tafeln), sowie die Farbperimetrie. Der Typ der Farbsinnstörung wird mit der betroffenen Struktur korreliert. Ergebnisse: Das kurzwellige System hat den weitmaschigsten spatialen Raster: Störungen der spatialen Organisation bewirken Blausinndefekte, auf Ebene der Rezeptoren (z.B. RP), der Querneurone (z.B. Diabetes), der Ganglienzellen (z.B. DIOA) oder der praelaminaren Axone (z.B. Glaukome, AION). Im Fasciculus opticus ist die Leitungsgeschwindigkeit für Signale aus dem mittel- und langwelligen System höher als für die aus dem kurzwelligen System. Limitationen der Leitungsgeschwindigkeit beeinträchtigen deshalb den Rot-Grünsinn mehr als den Blausinn. Erkrankungen der Zapfen führen zu Tritan- wie auch zu Rot-Gründefekten: von der Pseudo-Protanomalie, fortschreitend zur Pseudoprotanopie, letztlich, beim Übergang der Funktion an die Stäbchen, zur Skotopisation. Hierbei erfährt rot durch Reduktion des Signalbeitrags zum Opponenzsystem zunehmenden Helligkeitsverlust, der auch perimetrisch faßbar ist. Helligkeitsverlust für kurzwelliges Licht begleitet nahezu jede Blausinnstörung, aufgrund der exzitatorischen Organisation des kurzwelligen Systems. Helligkeitsverlust für blau ist auch ein Merkmal des Filtereffekts durch die kurzwellig absorbierende Cataract. Andererseits weist eine plötzliche beidseitige Farbsinnstörung ohne Helligkeitsverlust auf cerebrale Achromatopsie hin. Schlussfolgerungen: Die spatiale Organisation, die Leitungsgeschwindigkeit und die farbspezifischen Helligkeitsverluste tragen zum Verständnis der erworbenen Farbsinnstörungen bei und lassen sie ihren Wert für die klinische Diagnostk gewinnen.
Zurück/Back
|