Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Hornhauttätowierung nach Knapp unter Verwendung eines Excimerlasers: Bericht über 3 Fälle

Sekundo W.,
Philipps-Universität Marburg, Medizinisches Zentrum für Augenheilkunde (Marburg)

Hintergrund: Die chemische Hornhauttätowierung mit Platinchlorid wurde vor über 100 Jahren beschrieben. Eine Indikationsstellung zu diesem kosmetischen Eingriff ist bei modernen OP-Techniken und Iris-Printlinsen extrem selten geworden. Um so schwieriger ist es geworden, bei stark pathologisch veränderten Corneae, eine exakte und gleich tiefe Epithelentfernung durchzuführen. Wir berichten über eine Vereinfachung dieses Operationsschrittes durch Verwendung eines Excimerlasers. 
Methode: Bei allen 3 Patienten handelt es sich blinde Augen infolge einer perforierenden Verletzung. Der Nachbeobachtungszeitraum beträgt 1 Jahr. Bei einem Auge eines 35-jährigen männlichen Patienten war die Hornhaut aufgrund einer Silikonölkeratopathie verändert. Eine 27-jährige türkische Patientin entwickelte eine phthise-bedingte Bandkeratopathie sowie eine mature Katarakt. Der dritte, 32-jähriger Patient aus Polen, klagte über entstellendes Aussehen durch weißlich vernarbte und vaskularisierte Hornhaut. Irisprintlinse wurde von keinem der Patienten (mehr) vertragen. Die Hornhautmitte wurde markiert und das Auge durch einen speziellen Ring angesaugt. Dieser Saugring kann vom Eyetracker des MEL-70 Excimerlasers (Asclepion Meditec/Jena) als Ziel erkannt werden, so dass eine exakt zentrierte transepitheliale Abtragung möglich wird. Diese betrug je nach Hornhautpathologie 50 bis 80 µm. Anschließend erfolgte eine Tätowierung mit PtCl und Hydralazin.
Ergebnisse: In Allen 3 Fällen zeigte sich ein kosmetisch zufriedenstellendes Ergebnis mit einer runden Pseudopupille. Es ist zu bemerken, dass bei der vaskularisierten Hornhaut der Pannus bei 12 Uhr die Farbintensität verringert. Eine Nachtätowierung wird jedoch im Moment nicht erwünscht, da dieser Bereich größtenteils durch das Oberlid abgedeckt bleibt.
Schlussfolgerungen: Die Verwendung eines MEL-70 Excimerlasers mit der Eyetracker-Ring-Technologie erlaubt eine sehr schnelle, präzise und atraumatische Keratektomie zum Zwecke einer chemischen Hornhauttätowierung.

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