Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Pseudotumor orbitae: Klinik und histologische Ergebnisse

Krommes G., Grehn F., Lieb W.,
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Universitäts-Augenklinik (Würzburg)

Das klinische Bild des Pseudotumor orbitae zeigt ein weites Spektrum. Es variiert von Raumforderung über akute Entzündung bis hin zu asymptomatischen Geschehen und/oder Infiltration, deren Genese meist unbekannt ist. Dabei können in der Orbita die verschiedenen anatomische Strukturen, wie Muskeln, Tränendrüse, Periost, Nervus opticus etc., betroffen sein. Die histologischen Merkmale können imponieren wie eine angrenzende Sinusitis, Thrombophlebitis, Fremdkörperreaktion, Trauma, Dermoidzyste und Lymphangiom. Systemische Erkrankungen wie endokrine Orbitopathie, Periarteriitis nodosa, Sarkoidose, Wegenersche Granulomatose, Dysproteinämie, Amyloidose, Lupus erythmatosus u.a. können assoziiert sein.
Methoden: Im Zeitraum von 1995 bis 2002 wurden 18 Patienten mit Pseudotumor orbitae in der Universitäts-Augenklinik Würzburg behandelt. Dabei handelte es sich um 12 männliche und 6 weibliche Personen im Alter von 46,2 ± 21,2 Jahren. Es wurden 9 vordere, 4 laterale und eine endonasale Orbitotomie mit Biopsie durchgeführt.
Ergebnisse: Die pathologische Begutachtung ergab je vier Mal einen inflammatorischen Pseudotumor mit pseudolymphomartigen gemischten entzündlichen Infiltrationen, bzw. chronisch-unspezifische Entzündung mit Fibrose und Vernarbungsreaktion. Die übrigen Präparate zeigten einen chronisch-sklerosierenden, entzündlichen Prozeß, ein lymphatisches Infiltrat mit monoklonalen Komponente, eine fokale Fibrose, einen Stromatumor, ein Cholesteringranulom und eine chronisch granulierende Entzündung.
Schlussfolgerungen: Die große Bandbreite des Preudotumor orbitae bedarf der Unterteilung in einzelne Untergruppen. Dabei sollte zwischen entzündlich (akut, sub-akut, spezifisch und unspezifisch), infiltrierend, raumfordernd und vaskulären Veränderungen unterschieden werden, was in der Mehrzahl der Fälle eine Biopsie unumgänglich macht.

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