Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Bewertung der Eignung von Corneaspendern anhand einer Score-basierten Risikoanalyse am Beispiel der Hepatitis B

1Langer C., 2Fischer U., 1Eichhorst A., 3Wilhelm F., 3Duncker G. I. W., 4Bredehorn T.,
1DSO-Gesellschaft für Gewebetransplantation, Gemeinnützige Körperschaft (Halle/Saale)
2Martin-Luther-Universität, Institut für Medizinische Mikrobiologie (Halle/Saale)
3Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Halle/Saale)
4Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Arbeitsbereich für experimentelle Elektroophthalmologie (Halle/Saale)

Hintergrund: Die Methoden der Organkultivierung von Spenderhornhäuten haben die Keratoplastik zu einem planbaren Eingriff werden lassen. Organkultivierte Hornhäute werden erst Tage bis Wochen nach der Entnahme transplantiert. Dies lässt genügend Zeit für eine umfassende Risikoanalyse der Eignung des Spenders. Die bisher verfügbaren Kontraindikationslisten und Richtlinien geben einen klaren Rahmen vor. Innerhalb dieses Rahmens kommt es aber immer wieder zu Einzelfallentscheidungen. Ziel der Untersuchung war es, für diese Fälle eine Entscheidungshilfe zu schaffen.
Methode: Zunächst wurden alle bekannten Risikofaktoren für die Übertragung des Hepatitis B Virus (HBV) durch eine Keratoplastik aufgelistet. Die Risikofaktoren wurden auf mögliche konkrete Risiken in Spendersituationen übertragen. Jedes Risiko wurde hinsichtlich betroffener Personengruppe, Höhe des Risikos und möglicher Maßnahmen hin analysiert.
Ergebnisse: Risikofaktoren wurden in den Bereichen Krankengeschichte, Risikoverhalten, Labortests und Spenderscreening gefunden. Bereits für den scheinbar risikolosen Spender konnten etliche Risiken für eine Übertragung der HBV gefunden werden (Restrisiko). Für den Bereich zwischen diesem Restrisiko und den in den Richtlinien zum Führen einer Hornhautbank festgelegten Kontraindikationen konnte mithilfe eines Scores eine praktikable Entscheidungshilfe für die Freigabe des Hornhautspenders entwickelt werden.
Schlussfolgerungen: Mithilfe von Scoresystemen ist es möglich, klare Entscheidungen bei multifaktoriellen Fragestellungen zu unterstützen. Im Rahmen des Hornhautbankings können sie zur Absicherung der Entscheidung zur Freigabe eines Transplantates herangezogen werden.

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