Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Zweitbehandlung (Retreatment) nach LASIK: Verfahren und Ergebnisse

1Frisch L. H. J., 2Pfaff S., 1Breil P., 1Dick H. B., 1Pfeiffer N.,
1Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Mainz)
2Fachhochschule Aalen (Aalen)

Bei Restfehlrefraktion nach Laser-in situ-Keratomileusis (LASIK) kann eine erneute Brechkraftkorrektur erforderlich werden. Diese erfolgt im Zustand der stabilen Refraktion durch Anheben des Hornhautdeckels und anschließender Laserablation. Ein erneuter Schnitt gilt für das Retreatment als obsolet.
Patienten und Methoden: Im Zeitraum von zwei Jahren wurden 19 Retreatments bei 19 Augen von 16 Patienten durchgeführt. Die Ausgangsrefraktion vor LASIK lag bei 4 Augen im hyperopen, bei 15 Augen im myopen Bereich (davon 7 Augen  -8,0 dpt). Drei Augen hatten einen Astigmatismus von mehr als 2,0 Dioptrien. Das Retreatment wurde im Median 119 Tage nach LASIK durchgeführt. Die Indikation zur Nachbehandlung ergab sich in 10 Fällen wegen Unterkorrektur, in 7 Fällen wegen Überkorrektur und bei zwei Augen eines Patienten wegen exzentrischer Ablation. Die Eröffnung des Deckelrandes erfolgte mit den der spitzen Branche einer Pinzette, das Auftrennen und Anheben des Deckels mit einem speziellen Retreatment-Spatel. Für die anschließende Laserablation wurde der ESIRIS Excimer-Laser (Fa. Schwind) verwendet, wobei der Durchmesser der Behandlungszone größer als bei der Erstbehandlung war.
Ergebnisse: 17 der 19 behandelten Augen lagen im Bereich von ±1,0 dpt im sphärischen Äquivalent, im Falle der beiden exzentrischen Ablationen mußte ein zweites Retreatment durchgeführt werden. Die Kontrolle nach drei Monaten zeigte stabile refraktive Verhältnisse. Deckelkomplikationen wie Striae oder Epithelinvasion traten nicht auf.
Schlussfolgerungen: Die Nachbehandlung nach LASIK ist ein sicheres und stabiles Verfahren. Die Notwendigkeit der kontinuierlichen und konsequenten Nomogrammoptimierung steht dennoch zur Vermeidung des Retreatments im Vordergrund.

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