Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Prognostischer Einfluss des HLA-Matchings auf die langfristige Transparenz von Korneatransplantaten

Khaireddin R., Wachtlin J., Hoffmann F.,
Freie Universität Berlin, Klinikum Benjamin Franklin, Augenklinik (Berlin)

Hintergrund: Obwohl das HLA- Typisieren und ­Matchen in der Transplantationsmedizin seit über 30 Jahren angewendet werden, ist ihr Einsatz bei der Korneatransplantation immer noch umstritten.
Methode: In den Jahren von 1983 bis 2001 wurden an unserem Standort 492 Patienten mit einer perforierenden Keratoplastik mit Kreuzstichnaht versorgt, von denen 330 Patienten nachuntersucht wurden. Bei allen Transplantationen wurde bei den Spendern und Empfängern eine HLA- Typisierung für den A, B und DR Lokus durchgeführt. Die Patienten wurden in Abhängigkeit zur präoperativen Diagnose in zwei Prognosegruppen unterteilt.
Ergebnisse: Von 329 postoperativ klaren Transplantaten, trat in der guten Prognosegruppe bei 30 von 221 Patienten (13,6%) und in der schlechten Prognosegruppe bei 53 von 108 Patienten (48,6%) eine Immunreaktion auf. Vor allem bei den Patienten der schlechten Prognosegruppe liess sich anhand von Kaplan-Meier-Überlebensfunktionen ein statistisch signifikanter Zusammenhang (p = 0,0009) zwischen der Anzahl der HLA mismatches und der Häufigkeit einer Immunreaktion nachweisen. Bei den Patienten mit guter Prognose ist dieser Zusammenhang nur tendenziell nachweisbar (p= 0,1763). Unterteilt nach den HLA Klassen ergab sich wiederum vor allem in der schlechten Prognosegruppe, dass die Anzahl der HLA B mismatches ein signifikanter Prognosefaktor ist (p= 0,0007). Diese Tendenz zeigte sich auch für die Anzahl der HLA DR mismatches: Bei Zusammenfasssung der HLA B und DR mismatches zu einem gemeinsamen Prognosfaktor ergab sich in der schlechten Prognosegruppe nahezu eine statistische Signifikanz mit p = 0,0689.
Schlussfolgerungen: Die klinischen Ergebnisse stimmen mit den theoretischen Erkenntnissen über die Funktion des HLA bzw. MHC-Rezeptors überein. Eine möglichst weitgehende Übereinstimmung der HLA-Antigene zwischen Spender und Empfänger verbessert prognostisch die langfristige Transparenz des Hornhauttransplantates.

Zurück/Back