Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Zentralvenenverschluss bei Morbus Behçet

1Klais C., 2Grupchev I., 2Donaldson M.,
1The University of Auckland, Department of Ophthalmology (Auckland)
2Department of Ophthalmology, The University of Auckland, Private Bag 92019 (Auckland)

Hintergrund: Der Morbus Behçet ist eine seltene Autoimmun-Erkrankung unbekannter Genese, die vorwiegend junge Männer betrifft. Typisch ist eine beidseitige akute Iridozyklitis.
Kasuistik: Eine 45-jährige Koreanerin stellte sich im Dezember 2001 mit einem plötzlichen einseitigen Visusverlust in unserer Klinik vor. Der Fernvisus des rechten Auges war deutlich vermindert (Fingerzählen), der des linken betrug 1,0. In der Spaltlampenuntersuchung zeigte sich ein milder anteriorer Reizzustand. Der Glaskörper war deutlich zellig infiltriert. In der Fundusuntersuchung des rechten Auges imponierte das Vollbild eines Zentralvenenverschlusses mit Papillenödem, retinalen Haemorrhagien, Gefässstauung, Cotton wool spots und Makulaödem. Auffällig waren massive Gefäßeinscheidungen und Exsudationen der oberen Gefäßbögen. Der ophthalmologische Befund am Partnerauge war völlig unauffällig. Anamnestisch berichtete die Patientin seit ca. 3 Jahren rezidivierende orale und genitale Ulzerationen. Auch ergaben sich Hinweise für das Vorliegen eines Erythema nodosums in der Vergangenheit. Alle serologischen Untersuchungen waren unauffällig, HLA-B5 und HLA-Bw-51 konnten nicht nachgewiesen werden. Die Verdachtsdiagnose für das Vorliegen eines Morbus Behçet wurde von den internistischen Kollegen bestätigt, auch wenn zum Zeitpunkt der Diagnosestellung keine Ulzera vorhanden waren. Es erfolgte eine dreitägige intravenöse Therapie mit 1g Methylprednisolon/d, danach wurde auf orale Steroidgabe umgestellt. Diese Dosis wurde wöchentlich bis zu einer Erhaltungsdosis von 7,5 mg Methylprednisolon/d reduziert. Hierunter konnte eine deutliche Abnahme des intraokularen Reizzustandes beobachtet werde. Auch kam es zu einem Rückgang der Exsudate, Papillenschwellung und Gefässstauung. Das Makulaödem blieb bestehen, der Visus stieg auf 0,16 an. Aufgrund deutlicher Ischämiezeichen erfolgten engmaschige Kontrollen. Neovaskularisationen konnten bis zur letzten Untersuchung Ende März 2002 nicht gefunden werden.
Schlussfolgerungen: Beim Vorliegen eines Zentralvenenverschlusses sollte man gerade bei jungen Patienten immunologische Erkrankungen in die Differentialdiagnose mit einbeziehen, um gegebenenfalls schnellstmöglich eine immunsuppressive Therapie einzuleiten.

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