Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Drucksenkende Wirkung durch die Modifikation der nicht penetrierenden Sklerektomie mit Viskokanalostomie durch die Kombination mit Amnion-Implantat und/oder 5 Fluorouracil Applikation bei Glaukompatienten

1Arend O., 1Kaup M., 1Plange N., 1Remky A., 2Redbrake C.,
1RWTH Aachen, Universitätsaugenklinik (Aachen)
2Praxisgemeinschaft Alsdorf (Aachen)

Hintergrund: Der Kammerwasserabfluss nach nicht penetrierender Sklerektomie mit Viskokanalostomie (VKS) erfolgt wahrscheinlich über eine Dilatation des Schlemmschen Kanals, einen vermehrten Abfluss über die episkleralen Venen oderr durch subkonjunctivale Filtration. Die drucksenkende Wirkung erscheint geringer als die nach Trabekelektomie. Die Modulation des postoperativen Heilungsverlaufes erscheint notwendig zur Verbesserung des Erfolges. In dieser Untersuchung sollte die Wirkung der Modifikation durch Amnion Implantat unter den Skleraldeckel, die Applikation von 5 Fluoruracil (5 FU; 35 mg) auf den Deckel oder die Kombination beider untersucht werden.
Methode: Bei 38 Patienten mit Offenwinkelglaukom wurde eine konventionelle VKS nach R. Stegman (Gruppe 1) durchgeführt. In einer prospektiven randomisierten Studie wurde die Technik modifiziert durch die Gabe von 5 FU (Gruppe 2; n=10), durch die Implantation eines Amnion Docht Implantates (Gruppe 3; n=9), oder die Kombination beider (Gruppe 4; n=11).
Ergebnisse: In dem Nachbeobachtungszeitraum von 6 Wochen wurde durch alle Prozeduren der intraokuläre Druck (IOD) signifikant gesenkt (p<0.01), allerdings ohne Unterschiede zwischen den Prozeduren.
baseline 7 Tage 6 Wochen Signifikanz
Gruppe 1 (VKS) 35 ±12 14 ±6 18 ±7 p<0,0001
Gruppe 2 (VKS; 5FU) 36 ±8 12 ±6 14 ±6 p=0,008
Gruppe 3 (VKS; Amnion) 31 ±6 12 ±4 17 ±7 p=0,01
Gruppe 4 (VKS; 5FU, Amnion) 32 ±8 10 ±6 16 ±5 p=0,006
n.s. n.s. n.s.
In Gruppe 1 zeigte sich nach 6 Wochen eine signifikanter Unterschied zwischen Patienten mit einer sukonjunctivalen Filtration versus eines intraskleralen Reservoir (p<0,05; 15 ±6 mmHg vs. 20 ±7 mmHg). Die IOD Erfolgskriterien sind in der Tabelle nach Prozeduren aufgeführt.
IOD Reduktion >30% IOD <21mmHg IOD<21 mmHg
Keine Therapie
Gruppe 1 (VKS) 32/38 (84%) 26/38 (68%) 16/38 (42%)
Gruppe 2 (VKS; 5FU) 5/7 (71%) 6/7 (86%) 4/7 (57%)
Gruppe 3 (VKS; Amnion) 9/11 (82%) 8/11 (73%) 6/11 (55%)
Gruppe 4 (VKS; 5FU; Amnion) 7/9 (78%) 8/9 (89%) 8/9 (89%)
Schlussfolgerungen: Die VKS reduziert signifikant den Augendruck. Eine postoperative Filtration verbessert die Druckreduktion. Der Heilungsverlauf kann durch ein Amnion Implantat bzw. 5 FU Applikation beeinflusst werden. Eine längere Nachbeobachtungszeit bzw. höherer Fallzahl ist erstrebenswert, um prognostische Aussagen zu treffen.

Zurück/Back