Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Einfluss der Körperlage auf die Zykloposition Augengesunder

1Gordes R.-S., 1Vaseghi S., 2Pansell T., 2Ygge J., 3Schworm H. D.,
1Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Hamburg)
2Karolinska Institut, Universitäts-Augenklinik (Stockholm)
3Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Bereich Orthoptik und Pleoptik (Hamburg)

Hintergrund: Der Einsatz der Wellenfront-gestützten refraktiven Laserchirurgie wirft die Frage auf, inwieweit es bei Lagewechseln vom Sitzen (Untersuchungsposition) zum Liegen (Behandlungsposition) zur Induktion einer Zykloduktion kommt, die eine Anpassung der Achslage erfordert.
Methode: Bei 30 gesunden Probanden wurde die Zykloposition im Sitzen und Liegen sowie während des Lagewechsels untersucht. Die Messung erfolgte mittels Infrarot-Videookulographie ("3D-VOG", Fa. SMI, Teltow). Voraussetzung zur Aufnahme in die Studie war ein unkorrigierter Visus von 0,5 oder besser, intaktes Stereosehen sowie ein regelrechter orthoptischer Status.
Ergebnisse: Vier unterschiedliche Verhaltensmuster hinsichtlich der Zykloduktion konnten unterschieden werden. Eine Gruppe (n = 10) zeigte eine geringe Zykloduktion bis zu 5°. Diese blieb nach mehr als 30 Sekunden Liegezeit bestehen. Eine zweite Gruppe (n = 5) wies nach Wechsel vom Sitzen zum Liegen eine starke Abweichung bis zu 20° auf. Bei einer dritten Gruppe (n = 3) fand sich nach initialer Zykloduktion nach 10 bis 30 Sekunden Liegezeit eine Rückstellung zur Ausgangslage. Eine vierte Gruppe (n = 12) wies keine Zykloduktion zwischen sitzender und liegender Position auf. Die verschiedenen Reaktionsweisen zeigten keine Korrelation mit Refraktion, Alter und Geschlecht.
Schlussfolgerungen: Die vorliegende Untersuchung weist nach, daß zwischen unterschiedlichen Körperpositionen eine Zykloduktion erheblichen Ausmaßes induziert werden kann. Dieses Phänomen sollte bei Anwendung der refraktiven Laserchirurgie, besonders bei Patienten mit Astigmatismuskorrekturen, berücksichtigt werden.

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