Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Therapie der Konjunktivitis lignosa mit topische Fibrinolytika

Sauder G., Hugger P., von Buch C.,
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Fakultät für klinische Medizin Mannheim, Augenklinik (Mannheim)

Einleitung: Die Konjunktivitis lignosa ist eine seltene Form einer nicht-infektiösen Konjunktivitis, die bei Kindern mit homozygotem Plasminogenmangel auftritt. An Beispiel eines 2 Jahre alten Mädchens mit Konjunktivitis lignosa soll die Möglichkeit und Effizienz einer chirurgische Abtragung der Membranen der Konjunktiva tarsi kombiniert mit einer topischen Applikation von Anistreplase (Eminase R) AT und topischer und systemische Heparintherapie dargestellt werden.
Patient und Methode: Es erfolgte eine chirurgische Abtragung der Fibrinmembranen der conjunctiva tarsi am Ober- und unterlid. Postoperativ wurde sie mit Heparin systemisch und lokal therapiert. Nach einer erneuten Abtragung der wiederaufgetretenen Membranen erfolgte eine topische Anwendung von Eminase AT stündlich mit einer Reduktion auf 3 x täglich innerhalb von 2 Wochen.
Ergebnisse: Unter der topischen Applikation von Eminase AT kam es zu einem Auflösen der restlichen Fibrinmembranen und zu einer vollständigen Reepithelialisierung der Konjunktiva tarsi. Die Erhaltungsmedikation ist zur Zeit 3 mal Eminase AT / die sowie Heparin AS zur Nacht. Unter dieser Therapie zeigte sich in einem Nachbeobachtungszeitraum von 2 Monaten kein Rezidiv.
Schlussfolgerungen: Da eine kausale Therapie der Konjunktivitis lignosa mit Plasminogen nicht möglich ist, konnte bei der vorgestellten Patientin durch eine Kombination von Heparin AS und Eminase R AT ein Auflösen der Membranen, eine Reepithelialisierung der Konjunktiva tarsi und eine Wiederherstellung der Lidfunktion erzielt werden.

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