Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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In vivo Untersuchung der IOD-abhängigen Reaktionen des episkleralen venösen Plexus beim Kaninchen

1Selbach J. M., 1Kremmer S., 2Steuhl K. P., 3Lütjen-Drecoll E.,
1Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde (Essen)
2Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Abt. für Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts (Essen)
3Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Anatomisches Institut LS II (Erlangen)

Hintergrund: Die Untersuchung des episkleralen Gefäßsystems und seiner Reaktionen auf Veränderungen des Augendrucks (IOD), die möglicherweise eine Rolle bei der Kammerwasserabflussregulation spielen.
Methode: Zur in vivo Untersuchung der episkleralen Gefäße kam die mikroendoskopische Technik nach Funk and Rohen (1989; Ophthalmic Res. 21, 8-17) zur Anwendung. Das Endoskop wurde zusammen mit Kamera und einer Vergrößerungseinheit an einem Mikromanipulator befestigt. Bei 10 anästhesierten New Zealand Kaninchen wurden die Versuche durchgeführt. Der IOD wurde mittels eines Transducers gemessen, der an eine Kanüle in der Vorderkammer konnektiert war. Auch der mittlere arterielle Druck wurde gemessen. Nach einer Startphase von 10-15 min wurde der IOD mittels eines hydrostatischen Reservoirs erhöht oder gesenkt und die Gefäßreaktionen während 15 min beobachtet. Die mikroendoskopischen Bilder wurden kontinuierlich auf einem Videorekorder aufgezeichnet. Die Gefäßdurchmesser wurden in bestimmten Zeitintervallen vor (Kontrolle) und nach Veränderung des IOD mit Hilfe einer Bildanalysesoftware bestimmt.
Ergebnisse: Bei einem IOD von 15 mmHg drainiert der anteriore episklerale Plexus Kammerwasser in die Kammerwasservenen, die entweder frei von Erythrozyten sind oder den typischen lamellären Fluss von Blut und Kammerwasser zeigen. Es gibt keine Vorzugsflussrichtung. Nach stufenweiser IOD-Erhöhung von 20 auf 60 mmHg zeigt sich eine 30-50% Dilatation der Venen und Venolen nach 2-3 Minuten. Bei hohem IOD sind die Venen vornehmlich mit Blut gefüllt mit Hauptflussrichtung von anterior nach posterior. Nach Reduktion des IOD auf 5 mmHg sieht man eine Konstriktion der Arterien und Venen (auf ca. 40%) nach 3-6 Minuten. Kein Blutreflux in die vordersten Kammerwasservenen (loops) wurde beobachtet. Topische Applikation von Natrium-Nitroprussid führt zu einem geringen initialen IOD-Anstieg (1,5 mmHg) gefolgt von einem deutlichen IOD-Abfall (4,3 mmHg) nach 2 Minuten parallel zu einer 30-40% Dilatation episkleraler Venen.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, daß möglicherweise eine Wechselwirkung zwischen IOD und dem dicht innervierten, Kammerwasser-drainierenden episkleralen venösen Plexus existiert, der eine subtile Modulation des Blutflusses und evtl. des Kammerwasserabflusses erlaubt.

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