Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Charakterisierung der Morphologie und der interzellulären Kommunikationssysteme von humanen Keratozyten in einer artifiziellen Biomatrix

Denk P. O.,
Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitäts-Augenklinik, Abt. I (Tübingen)

Ziel: Untersuchung der Morphologie und der interzellulären Kommunikationssysteme von humanen Keratozyten in einer Kollagen-Glykosaminoglykanmatrix.
Methode: Humane Keratozyten wurden durch Explantkultur aus Spenderhornhäuten herangezüchtet, die die Qualitätsanforderungen für eine Transplantation nicht erfüllten. Nach der 2. Passage wurden die Keratozyten in eine Kollagen-Glykosaminoglykanmatrix ausgesät, die durch 1-Ethyl-3(3-dimethylaminopropyl)-carbodiimid (EDC) und N-Hydroxysuccinimid (NHS) vernetzt wurde. Die Morphologie der Zellen sowie die Ausbildung von interzellulären Kontakten wurde mit immunhistochemischen Methoden untersucht.
Ergebnisse: Die Keratozyten nehmen in der Kollagen-Glykosaminoglykanmatrix eine spindelartige Form an und bilden multiple, pseudopodienartige Zellausläufer nach allen Richtungen aus. Die hohe Expressionsdichte von Connexin 43 deutet auf die Ausbildung von gap junctions zwischen den Keratozyten hin.
Schlussfolgerungen: Die Morphologie und die interzellulären Kommunikationssysteme von humanen Keratozyten in einer artifiziellen Biomatrix ähneln dem Phänotyp der Zellen der menschlichen Hornhaut. Eine Verwendung der Biomatrix als artifizielle Cornea erscheint somit denkbar.

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