Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Diagnose und Therapie von Mykobakterium Keratitis nach LASIK

1Holzer M. P., 2Sandoval H. P., 2Daines B. S., 2Vroman D. T., 2Solomon K. D.,
1 (Charleston)
2Magill Research Center for Vision Correction, Storm Eye Institute, Medical University of South Carolina (Charleston)

Hintergrund: Mykobakterium Keratitis ist eine seltene, jedoch schwerwiegende Komplikation nach Laser in situ Keratomileusis (LASIK). Häufig wird die Diagnose erst sehr spät gestellt mit der Folge von Visusminderung, Flap-Amputation oder Keratoplastik.
Methode: Wir berichten über eine 51 jährige Patientin mit erfolgreich behandelter, frühzeitig diagnostizierter Mykobakterium Keratitis und verglichen den Fall mit in der Literatur veröffentlichten Berichten und Behandlungsmethoden.
Ergebnisse: Zehn Tage nach LASIK stellte sich die Patientin mit einem 1mm großen weißen Interface-Infiltrat in unserer Abteilung vor. Der Flap wurde angehoben, ein Abstrich von Stromabett sowie Flaprückseite durchgeführt sowie das Interface gründlichst gespült. Eine hochdosierte Antibiotikatherapie über 8 Wochen schloß sich an. 6 Monate postoperativ war die Patientin beschwerdefrei mit einem Visus von 1,3. In der Mehrzahl der in der Literatur veröffentlichten Mykobakterium Keratitiden nach LASIK war hingegen aufgrund verzögerter Diagnosestellung eine Flap-Amputation notwendig.
Schlussfolgerungen: Mykobakterium Keratitis nach LASIK erfordert häufig Flap-Amputationen und/oder Keratoplastiken. Mit der Zunahme der LASIK Behandlungen ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung durch den weiterbehandelnden Augenarzt wichtig, um eine erfolgreiche Therapie zu gewährleisten.

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