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Prognostischer Wert der Bestimmung von Tyrosinase mittels RT-PCR im Blut bei Patienten mit Aderhautmelanom
Flögel I., Langmann G., Müllner K., El-Shabrawi Y., Karl-Franzens-Universität Graz, Augenklinik (Graz)
Hintergrund: Vierzig bis fünfzig Prozent der Patienten mit malignem Melanom der Aderhaut sterben an systemischen Metastasen. Die Bestimmung der Tyrosinase im Blut mittels Reverse Transcriptase Polymerase Chain Reaction (RT-PCR) ist eine angewandte Methode zum Nachweis von zirkulierenden Tumorzellen im Blut. Über den prognostische Faktor dieser Tyrosinase PCR bei Aderhautmelanomen ist erst wenig bekannt. Methode: Bei 45 Patienten mit Aderhautmelanom wurde mittels RT-PCR die Tyrosinase vor und nach entsprechender Therapie bestimmt. Die Patienten wurden mindestens 5 Jahre beobachtet und internistisch durchuntersucht (Thoraxröntgen, Leberenzyme, Oberbauchsono und Knochenszintigraphie). Der Zusammenhang zwischen PCR Ergebnissen, Tumorlokalisation, Tumorgrösse, Therapie, Histopathologie und Metastasen wurde analysiert. Ergebnisse: In 38% der Patienten zeigte sich präoperativ ein positives PCR Ergebnis, welches nach entsprechender Therapie in 82% negativ wurde. Eine Zusammenhang zwischen PCR Ergebnis und der 5 Jahres Überlebensrate konnte nicht nachgewiesen werden. Schlussfolgerungen: Die Tyrosinase PCR ist eine sensitive Methode für die Tumorzellbestimmung im Blut, erkennbar an Hand der hohen präoperativen positiven PCR Ergebnissen. Ein Zusammenhang zwischen der Entstehung von Fernmetastasen, die bei 30% der Patienten aufgetreten sind, und dem primären PCR Ergebnis konnte nicht nachgewiesen werden. Der Grund für das Fehlen einer direkten Korrelation zwischen PCR Ergebnis und Metastasierung dürfte daran liegen, dass die Ausschwemmung von malignen Melanomzellen in das periphere Blut nur eine von vielen Faktoren im Rahmen der Entstehung von Metastasen ist. In dieser Studie zeigt sich, dass der Nachweis von Tumorzellen im Blut keinen prognostischen Wert in Hinsicht auf die Metastasierung des Aderhautmelanoms hat.
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