Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Prospektiv randomisierte Studie mit systemischem Acyclovir und Mycophenolatmofetil (MMF) nach perforierender Keratoplastik in Augen mit herpetischer Grunderkrankung

1Mayer K., 1Reinhard T., 1Reis A., 2Voiculescu A., 1Sundmacher R.,
1Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)
2Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Klinik für Nephrologie und Rheumatologie (Düsseldorf)

Hintergrund: Die beiden wichtigsten Ursachen für ein Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik in Augen mit herpetischer Grunderkrankung sind Herpes-Rezidive und Transplantatabstoßungen. In einer randomisierten Studie sollte der Effekt einer Kombinationsprophylaxe aus systemischem Acyclovir und MMF auf diese beiden Komplikationen untersucht werden.
Methoden: In einer randomisierten prospektiven Studie wurden 3 Gruppen mit je 10 Patienten behandelt. In Gruppe A wurde 5x200mg Acyclovir für 3 Wochen gegeben. Gruppe B erhielt 5x200mg Acyclovir für 1 Jahr und Gruppe C 5x200mg Acyclovir und 2x1g MMF für 1 Jahr.
Ergebnisse: In Gruppe A wurden bei 2 Patienten insgesamt 5 Herpes-Rezidive, bei einer Patientin eine mittelschwere und bei einem weiteren Patienten eine schwere Abstoßungsreaktion beobachtet. In Gruppe B wurden bei 2 Patienten 2 schwere Abstoßungsreaktionen beobachtet. Herpes-Rezidive traten während der Acyclovir-Prophylaxe nicht auf, wohl aber bei einem Patienten nach Absetzen der Therapie. In Gruppe C traten während der Kombinationsprophylaxe ebenfalls keine Herpes-Rezidive auf, wohl aber 2 leichte Abstoßungsreaktionen bei einer Patientin. Eine weitere Patientin zeigte nach Absetzen des MMF eine mittelschwere Abstoßungsreaktion.
Schlussfolgerungen: Nach den vorliegenden Ergebnissen sind Herpes-Augen vor Herpes-Rezidiven solange sicher geschützt wie eine systemische Acyclovir-Prophylaxe appliziert wird. Gleichzeitig gegebenes MMF erhöht das Risiko für Herpes-Rezidive nicht und bietet Schutz vor schweren Immunreaktionen. Diese Kombinationstherapie kann deshalb für Herpes- Augen mit hohem Rezidiv-und Abstoßungsrisiko empfohlen werden.

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