Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Passagere Sehstörungen bei einer Patientin mit verminderter retrobulbärer Gefäßperfusion

Matthiessen E. T., Zeitz O., Preuss J., Richard G., Klemm M.,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Hamburg)

Hintergrund: Passagere Sehstörungen bei Patienten höheren Alters können nicht immer abschließend geklärt werden. Die Genese bleibt trotz der Abklärung primär okulärer Erkrankungen wie der AMD oder einer Katarakt häufig unklar.
Kasuistik: Eine 80-jährige Patientin stellte sich mit passagerem Verschwommensehen beidseits vor. Die Problematik trat vorwiegend bei Handarbeit und Lesen auf. Die Sehschärfe betrug korrigiert 1,0 für die Ferne und Nieden II mit entsprechendem Nahzusatz R/L. Der biomikroskopische ophthalmoskopische Befund war altersentsprechend unauffällig. Eine Konvergenzschwäche oder ein reduzierter Interferenzvisus lagen nicht vor. Zur Abklärung einer okulären Perfusionsstörung wurde duplexsonographisch die Perfusion der A. ophthalmica dargestellt. Da die Beschwerden abhängig von der Kopfhaltung der Patientin waren, erfolgte die Duplexsonographie in Primärposition, in Lesehaltung und abschließend nochmals in Primärposition. In jeder Position wurden 10 Messungen des systolischen Spitzenflusses vorgenommen. In der Auswertung mit dem T-Test ergaben sich signifikante Unterschiede der Perfusion abhängig von der Kopfhaltung der Patientin. Während in Primärposition ein systolischer Spitzenfluss von 24,9 cm/s (Stabw: 0,62) vorlag, zeigte sich in Lesehaltung ein Fluss von 18,97 cm/s (Stabw: 0,80). In erneuter Primärposition erholte sich der Fluss wieder auf 23,9 cm/s (Stabw: 1,28). In der daraufhin durchgeführten duplexsonographischen Darstellung beider Carotiden fand sich ein Knickungssyndrom (Kinking), welches eine neurochirurgische OP-Indikation darstellen kann.
Schlussfolgerungen: Passagere Sehstörungen sollten immer auch hinsichtlich etwaiger okulärer Perfusionsstörungen abgeklärt werden. Eine alleinige duplexsonographische Darstellung der Carotiden ist in der Regel jedoch unzureichend. Ein Kinking der Carotiden ist im höheren Alter häufig und stellt nicht unbedingt eine Operationsindikation dar. Erst der Nachweis einer durch das Kinking verursachten Minderperfusion, objektiviert durch die Darstellung der retrobulbären Gefäßperfusion, führte bei der Patientin zur Operationsindikation für eine ACI-Plastik.

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