Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Medikamenteninduzierte Maskerade-Uveitis

Horstmann C., Jungmann K., Nölle B.,
Christian-Albrechts-Universität Kiel, Klinik für Ophthalmologie (Kiel)

Hintergrund: Eine chronisch-rezidivierende Iridozyklitis bei immunsupprimierten Patienten lenkt den Verdacht auf eine opportunistische Infektion. Differenzialdiagnostisch muss jedoch auch eine medikamenteninduzierte Maskerade-Uveitis erwogen werden.
Methode: Es wird eine Kasuistik einer 23-jährigen Patientin angegeben, die beiderseitig wegen einer pulmonalen Hypertonie fünf Jahre zuvor lungentransplantiert worden war. Aus diesem Grunde war eine systemische Immunsuppression, bestehend aus systemisch Kortikosteroiden, Cyclosporin A und Azathioprin zur Lungenabstoßungsprophylaxe gegeben worden. Der ophthalmologische Verlauf wird hier präsentiert.
Ergebnisse: Auf Grund des Verdachtes einer atypischen Lungenentzündung durch Mycoplasma arium wurde bei der Patientin neben der systemischen Immunsuppression eine Therapie mit Myambutol und Ethambutol durchgeführt. Es entwickelte sich eine chronisch-rezidivierende Iridozyklitis. Auf Grund einer dichten Zellinfiltration des Glaskörpers wurde differenzialdiagnostisch auch an ein okuläres Lymphom unter Immunsuppression gedacht. Die diagnostische Pars plana-Vitrektomie konnte diesen Verdacht jedoch ausräumen. Die Iridozyklitis konnte jeweils mit topischen Kortikosteroiden ausreichend begrenzt werden. Die Entzündungen sistierten erst nach eineinhalb Jahren, als die tuberkulostatische Therapie beendet wurde.
Schlussfolgerungen: Bei einer Uveitis sollte auch an eine medikamentös induzierte Maskerade-Uveitis gedacht werden. Diese ist auch möglich, wenn das Immunsystem durch eine systemische Immunsuppression gebremst ist.

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