Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Epstein-Barr-Viren und okuläre Entzündungen

Wenkel H.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Es ist nach wie vor umstritten ob Epstein-Barr Viren (EBV) okuläre Entzündungen auslösen können. Wir werteten retrospektiv die klinischen Unterlagen von 8 Patienten mit unterschiedlichen okulären Entzündungen und dem serologischen Nachweis einer akuten EBV-Infektion aus.
Patienten: Es handelte sich um 7 Frauen und einen Mann mit einem Alter zwischen 15 und 63 Jahren (Median: 41 Jahre). Vier Patienten zeigten eine retinale Vaskulitis (zweimal bilateral). Jeweils ein Patient zeigte eine einseitige vordere und eine hintere Skleritis. Auch eine multifokale Chorioretinitis und ein Papilleninfarkt wurde bei je einem Patienten beobachtet. Drei der Patienten berichteten über eine typische systemische EBV-Infektion 3 Wochen bis 3 Jahre vor dem Beginn der okulären Beschwerden. Eine Patientin berichtete über eine EBV-Infektion ihrer Mutter einige Wochen vor Beginn der Symptome.
Ergebnisse: Serologisch zeigte sich bei 6 Patienten eine akute EBV-Reaktivierung, bei einem Patienten eine akute EBV-Infektion und einmal der Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung. Bei 3 Patienten konnte das aktive Auftreten von EBV durch einen EBV-DNA-Nachweis mittels Polymerasekettenreaktion im Serum bestätigt werden. Bei 2 Patienten führte das Absetzen der antiviralen Therapie zu einem Wiederauftreten der okulären Symtome.
Schlussfolgerungen: Auch wenn serologische Hinweise auf eine EBV-Reaktivierung bei der hohen Rate an Seropositivität gegen EBV rein zufällig sein könnten, kann insbesondere der Nachweis von EBV-DNA und/oder das Vorliegen einer kürzlich durchgemachten systemischen EBV-Infektion auf eine mögliche Rolle von EBV bei verschiedenen okulären Entzündungen hindeuten.

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