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Ergebnisse der Makulalochchirurgie mit Entfernung der Membrana limitans interna nach Anfärbung mit Indocyanin-Grün
1Wolf S., 2Schnurrbusch U. E. K., 3Reichel M. B., 2Wiedemann P., 1Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universität Leipzig (Leipzig) 2Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Leipzig) 3Klinikum Konstanz, Augenabteilung (Leipzig)
Hintergrund: Durch die Anfärbung der Membrana limitans interna (ILM) mit Indocyaningrün (ICG) ist es bei der Makulalochchirurgie möglich geworden, die ILM sicher und reproduzierbar im Bereich der Makula zu entfernen. Allerdings gibt es Berichte, die darauf hinweisen, daß die funktionellen Ergebnisse nach Makulalochchirurgie mit Anfärbung der ILM durch ICG unbefriedigend sind. Aus diesem Grund haben wir unsere Ergebnisse nach Makulalochchirurgie mit dieser Methode retrospektiv ausgewertet. Methode: Es wurden die Daten von Patienten, die wegen eines Makulaloches Stadium 2-4 nach Gass zwischen 5/2000 und 6/2001 operiert wurden, ausgewertet. Bei allen Patienten wurde eine 3-Port Vitrektomie mit Abhebung der hinteren Glaskörpergrenzmembran, Anfärbung der ILM mit ICG, Entfernen der ILM im Bereich der Makula und Endotamponade mit SF6 20% durchgeführt. Ergebnisse: Insgesamt wurden die Daten von 35 Patienten ausgewertet. Das mittlere Alter der Patienten (27 Frauen, 8 Männer) betrug 63 ± 7 Jahre. Die Nachbeobachtungszeit betrug im Mittel 12 ± 3 Monate. Bei 33 (94%) Augen konnte ein primärer Lochverschluß durch eine Operation erreicht werden. Der präoperative Visus lag zwischen 0,03 und 0,5. Der Visus am Ende der Beobachtungszeit betrug 0,1 bis 1,0. Bei 25 (71%) Augen war zu einem Anstieg (> 2 Zeilen) und bei 10 (29%) Augen zu keiner Änderung (± 2 Linien) des Visus gekommen. Bei 10 Augen beobachteten wir Veränderungen des retinalen Pigmentepithels, ohne daß dieses ein Einfluß auf die zentrale Sehschärfe hatte. Postoperative Gesichtsfeldausfälle wurden nicht beobachtet. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser retrospektiven Studie deuten darauf hin, daß die Verwendung von ICG zur Makulalochchirurgie eine sichere Methode ist und keinen negativen Einfluß auf die funktionellen Ergebnisse hat. Allerdings muß in einer prospektiven Studie nachgewiesen werden, daß dieses Opationsverfahren den bisher verwendeten Techniken überlegen ist.
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