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Ergebnisse nach Perfluorohexyloctan (F6H8)-Endotamponade bei Patienten mit vorangegangener komplizierter Netzhautchirurgie
1Gerding H., 2Kolck A., 1Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Augenklinik (Münster) 2 (Münster)
Hintergrund: Ziel dieser Studie war es, die Effizienz eines Einsatzes von F6H8 an einer Patientengruppe mit ungünstiger Prognose nach mehrfachen vorausgegangenen vitreoretinalen Eingriffen zu analysieren. Methode: Eine Endotamponade mit F6H8 wurde zwischen 1.1.1999 und 31.12.2001 bei insgesamt 17 Patienten (17 Augen, w=7, m=10, Altersmedian: 66 Lebensjahre (Spanne: 34-88) mit vorangegangener komplizierter Plomben- oder vitreoretinaler Chirurgie (15x PVR, 2x Trauma) bei einer partiellen Netzhautablösung in den unteren Quadranten vorgenommen. Im Mittel waren 2-3 (Spanne: 1-6) große Eingriffe (Plombenchirurgie, Vitrektomie) dem Einsatz von F6H8 vorausgegangen. Der Nachbeobachtungszeitraum betrug im Median 8 Monate (Spanne: 1-26). Eingriffe mit F6H8-Instillation repräsentieren 0,85 % aller in diesem Zeitraum durchgeführten großen retinachirurgischen Operationen (n=1989). Die Endotamponade wurde durch Laserkoagulation in der unteren Netzhauthälfte und postoperativ observierte Lagerung ergänzt. In keinem Fall wurde eine relaxierende Retinotomie/-ektomie vorgenommen. F6H8 wurde im Median 25 Tage (Spanne: 7-36) im Auge belassen. Ergebnisse: Bei 6 der 17 Augen (35%) konnte durch transiente F6H8-Endotamponade über den gesamten Nachbeobachtungszeitraum eine vollständige Netzhautanlage erzielt werden. Bei weiteren 5 Augen war dieses durch zusätzliche retinachirurgische Interventionen zu erreichen, so dass eine Gesamterfolgsrate von 65 % (11/17) resultiert. In allen Fällen trat bis zur Entnahme eine Dispersion von F6H8 und die Bildung pigmentierter wenig konsistenter, kaum adhärenter Zellpräzipitate ein. Ein Sekundärglaukom wurde in keinem Fall beobachtet. 2/4 phake Patienten entwickelten nach F6H8-Enfernung eine rasch progressive Cataract. Schlussfolgerungen: Der Einsatz von F6H8 erscheint nach den vorliegenden Ergebnissen als eine wesentliche Erweiterung des Spektrums operativer Techniken für das Management komplizierter Netzhautablösungen. Eine endgültige Bewertung der Effizienz sollte im Rahmen einer randomisierten Evaluation erfolgen.
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