Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Lebensdaueruntersuchungen von mikrochirurgischen Diamantschneidwerkzeugen mit Hilfe eines neuen Messsystems

1Weingärtner W. E., 1Spraul C. W., 2Schirmer E., 2Ertl S., 3Pelzmann A., 3Junghardt A., 1Lang G. K.,
1Universität Ulm, Augenklinik und Poliklinik (Ulm)
2GFD-Gesellschaft für Diamantprodukte (Ulm)
3GFDmbh (Ulm)

Hintergrund: Diamantklingen werden vor allem in der Ophthalmochirurgie bevorzugt gegenüber herkömmlichen Metallskalpellen eingesetzt. Wieder verwendbare Diamantklingen besitzen Vorteile gegenüber Einweg-Metallskalpellen. Diese sind zum einen bessere Wundheilungsprozesse und zum anderen präzisere Schnittgeometrien sowie höhere Lebensdauern im Vergleich zu herkömmlichen Metallskalpellen. Um Lebensdaueruntersuchungen an Skalpellen verschiedener Materiale durchführen zu können, bedarf es eines objektiven, reproduzierbaren und leicht durchzuführenden experimentellen Verfahrens. Dazu wurde die in diesem Beitrag vorgestellte experimentelle Meßmethode entwickelt.
Methode: Es wird ein Verfahren vorgestellt, bei dem über eine definierte Strecke das Kraft-Weg-Diagramm des Einstiches von Skalpellklingen in ein Testmedium erfasst wird. Als geeignetes Testmedium konnte eine 80µm dicke PU-Folie gefunden werden. Die Kraft-Weg-Information des Skalpell-Einstichs wird über eine große Anzahl von Wiederholungen gemessen und anschließend werden die charakteristischen Parameter der Kraft-Weg-Diagramme auf Hinweise der Klingenabnutzung untersucht. Der für die hier beschriebene Untersuchung relevante Parameter ist die maximale Einstichkraft der Klinge in das Testmedium. Die Kontrolle des Messaufbaus und die Auswertung der Messdaten erfolgt computergesteuert. Das so entwickelte Messverfahren, wird am Beispiel der Standzeituntersuchung künstlich hergestellter Diamantklingen in diesem Beitrag vorgestellt.
Ergebnisse: Die Testfolie bildet die Charakteristika der eingesetzten Klingengeometrie in geeigneter Weise im Kraft-Weg-Diagramm ab, d. h. es können die maximale Einstichkraft, das initiale Eindringen der gesamten Klingendicke sowie das komplette Eindringen der gesamten Klingenbreite über dem Ort getrennt voneinander im Kraft-Weg-Diagramm aufgelöst werden. Des Weiteren zeigen die Kraft-Weg-Diagramme der Testfolie sehr große Ähnlichkeiten im Kurvenverlauf verglichen mit Schweineaugen, die ebenfalls als Testmedium eingesetzt wurden. Bei wiederholten Einstichen mit der selben Klinge in die Schweineaugen konnte eine Zunahme der Maximalkraft von 0.038 mN pro Einstich ermittelt werden, d.h. es wurde nach 300 Wiederholungen eine Gesamtanstieg der maximalen Stichkraft um 11.4 mN festgestellt.
Schlussfolgerungen: Die große Sensitivität des entwickelten Verfahrens erlaubt erstmals bei der Langzeituntersuchung von Skalpellen die physikalisch unvermeidliche, bisher nicht nachweisbare Abnutzung der Schneidkanten zu messen.

Zurück/Back