Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Topographiegestützte Intraokularlinsenberechnung

Wahl J., Preußner P.-R.,
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Mainz)

Hintergrund: Die meisten Intraokularlinsen werden auf der Basis der Ophthalmometrie nach Littmann berechnet. Bei Augen, deren Hornhaut von der idealen Form abweichen, insbesondere nach refraktiven Laser- Eingriffen, ergeben sich falsche Werte. Dies führt aufgrund der oblaten Form meist zur Implantation von hyperopisierenden Intraokularlinsen.
Methode und Lösungsansatz: Der Intraokularlinsenberechnung wird die gesamte Hornhauttopometrie zugrunde gelegt. Dabei können nicht nur bei prolater sondern auch bei oblater Hornhaut die korrekten Scheitelkrümmungsradien bestimmt werden. Dies geschieht durch eine numerische Approximation der Hornhautoberfläche. Zudem wird die Qualität des Seheindruckes durch konsistentes Ray-Tracing mit Hilfe der Simulation der Abbildung von Landolt-Ringen auf die Netzhaut überprüft und in einem zweiten Schritt optimiert. Das beschriebene Verfahren wird sowohl bei einem größeren Kollektiv "normaler" Augen als auch bei Augen angewendet, die sich einem Eingriff durch Laser-Chrirugie unterzogen hatten.
Ergebnisse: Es zeigt sich, daß sich für normale Augen die durch das topographiegestütze Verfahren Scheitelkrümmungsradien weitgehend mit denen der Littmann-Methode ermittelten übereinstimmen. Bei ungewöhnlicher Hornhautoberflächenstruktur lassen sich mit dem topographiegestützen Verfahren keine systematischen Fehler mehr erkennen.

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