Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Ursachen für Explantationen von Silikon-Multifokallinsen (Allergan SA 4N)

Schmack I., Becker K. A., Auffarth G. U.,
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universitäts-Augenklinik (Heidelberg)

Hintergrund: Trotz kontinuierlicher Verbesserung des Designs und der Materialeigenschaften von Intraokularlinsen (IOLs) stellt die vordere Kapselfibrose nach wie vor ein unzureichend gelöstes Problem der modernen Kataraktchirurgie dar. Insbesondere silikonhaltige Faltlinsen neigen in verstärktem Maße zur Induktion einer Fibrosierung des vorderen Kapselblattes und einer Konstriktion der Kapsulorhexis mit möglicher, konsekutiv auftretender IOL-Dezentrierung. Wir berichten über vier Patienten bei denen es innerhalb kurzer Zeit nach Phacoemulsifikation zu einer Dezentrierung von Silikon-Multifokallinsen (MIOLs) mit anschließender IOL-Explantation bzw. IOL-Repositionierung gekommen war.
Patienten und Methodik: Zwischen Januar 2000 und Dezember 2001 wurde bei 75 Patienten MIOLs (Allergan SA 40 N) mitttels Phacoemulsification implantiert. In 4 (5,3%) Fällen musste aufgrund einer Linsen-Dezentrierung ein IOL-Austausch bzw. eine IOL-Repositionierung vorgenommen werden. Ergebnisse: In allen Fällen fand sich eine ausgeprägte Fibrosierung des vorderen Kapselblattes und eine Schrumpfung der Kapsulorhexis mit superiorer IOL-Dezentrierung. Die Patienten klagten über monokulare Diplopie und vermehrte Blendungsempfindlichkeit. Die Visusangaben (Ferne) variierten zwischen 0,25 und 0,8. In einem Falle wurde die IOL-Reposition im Kapselsack durchgeführt, bei den anderen Patienten war ein IOL-Austausch (Ein-Stück PMMA) notwendig. Der intra- und postoperative Verlauf gestalteten sich komplikationslos, die Sehschärfe stieg auf Werte zwischen 0,3 und 1,0 an.
Schlussfolgerungen: Silikon-IOLs induzieren häufig eine überschießende Fibrose der vorderen Kapsulorhexis insbesondere, wenn diese kleiner als 4,5 mm ist. Zur Vermeidung einer postoperativen MIOL-Dezentrierung scheint eine Vergrößerung der Kapsulorhexis auf 5,5 mm und anschließende Politur der vorderen Linselkapsel erforderlich zu sein.

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