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Glaukom-Untersuchung mit FDT-Perimeter und Analyse der Nervenfaserschicht (GDx)
1Horn F. K., 1Nguyen N. X., 1Mardin C. Y., 1Jünemann A., 2Martus P., 1Korth M., 1Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen) 2Freie Universität Berlin, Klinikum Benjamin Franklin, Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (Berlin)
Hintergrund: Untersuchung früher und fortgeschrittener Offenwinkel-glaukome (OWG) mit zwei unterschiedlichen Untersuchungsmethoden, die für den Einsatz als Sreening-Verfahren geeignet sind. Methode: 168 Augen von 104 Patienten mit perimetrischen OWG (glaukomatöse Papillenatrophie und Gesichtsfeldverluste), 115 Augen von 66 Patienten mit präperimetrischen OWG (glauk. Papillenatrophie, erhöhter IOD, keine Verluste in der Standardperimetrie) und 132 gesunde Augen von 79 Kontrollpersonen. Screeningprogramm (C-20-5) des FDT-Perimeters, Polarimetrie mit GDx (the number), konventionelle weiß-auf-weiß Perimetrie und Papillometrie aller Probanden. Ein geeignetes Datentransfer- und Statistikprogramm (Viewfinder, SPSS) wurde benutzt um eine Maßzahl für nicht erkannte Stimuli in der FDT Untersuchung zu erzeugen (FDT-score). Die Beurteilung der Wertigkeit der Verfahren erfolgte an Hand der Flächen unter den ROC-Kurven. Für die kombinierte Auswertung von Polarimetrie und FDT-Perimetrie wurde für alle Probanden mit Hilfe einer Diskriminanzfunktion ein neuer, gemeinsamer Wert ermittelt: D= 0.036*fdt_score +0.03*gdx_number -1.5. Ergebnisse: Fläche unter ROC für verschiedene Tests und Patienten: FDT GDX D=f(FDT,GDx) Perimetrische OWG: 0.94 0.88 0.96 Präperimetrische OWG: 0.67 0.73 0.77 In der Gruppe der perimetrischen OWG liegt die diagnostische Wertigkeit des FDT-score signifikant über der polarimetrisch bestimmten number. In der Gruppe der präperimetrischen Patienten hingegen verläuft die ROC-Kurve des GDx zum größten Teil oberhalb derjenigen des FDT. Eine Kombination beider Verfahren mit einer einfachen Formel liefert in beiden Patientengruppen die größte Fläche unter der ROC-Kurve. Schlussfolgerungen: Die Kombination zweier Screening-scores, die durch unterschiedliche Anzeichen von Glaukomschäden bestimmt werden, kann zu einer Erhöhung der Validität der Verfahren genutzt werden. Mit Unterstützung durch: DFG (SFB 539)
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