Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Möglichkeit und Grenzen der Ex vivo Expansion von Stammzellen des okulären Oberflächenepithels

1Meller D., 2Steuhl K. P.,
1Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde (Essen)
2Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Abt. für Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts (Essen)

Die Augenoberfläche setzt sich aus Hornhaut-, Limbus- und Bindehautepithel zusammen. Diese drei Strukturen und ein stabiler präokulärer Tränenfilm bestimmen gemeinsam maßgeblich die Integrität der Augenoberfläche. Die epithelialen Stammzellen der Hornhaut sind im Limbus lokalisiert und für die Regeneration Hornhautepithels von entscheidender Bedeutung. Die Stammzellen der Bindehaut hingegen liegen vornehmlich in der oberen und unteren Umschlagsfalte vor. Verschiedene Krankheitsbilder werden durch Insuffizienz oder Verlust der Stammzellen verursacht. Bei den verschiedenen Formen der Stammzellinsuffizienz ist deshalb eine Erneuerung der Stammzellpopulation erforderlich. Die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte in der Zellbiologie erlauben nun erstmalig die Kultur kornealer und konjunktivaler Stammzellen vom Menschen im Rahmen eines Tissue-engineering. Grundlage entsprechender Verfahren ist die Bewahrung des undifferenzierten Charakters der Stammzellen in der Zellkultur. Als Biomatrix für korneale Stammzellen eignet sich gefrierkonservierte Amnionmembran oder Fibrin. Experimentelle Untersuchungen lassen vermuten, dass Subpopulationen von limbalen und konjunktivalen Vorläuferzellen während der Ex-vivo Expansion auf AM erhalten bleiben. Ziel dieser Übersicht ist die Darstellung neuer Methoden zur Züchtung und Expansion von Limbus- und Bindehautepithel zur Rekonstruktion der Augenoberfläche.

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