Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Kombinierte Glaukom-Katarakt-Operationen

Schnaudigel O.-E.,
(Frankfurt/Main)

Einleitung: Ein gleichzeitiges Auftreten von Katarakt und Glaukom findet sich in der Altersgruppe ab dem 70. Lebensjahr in bis zu 15% aller Fälle. In diesen Fällen ist es entweder möglich, nur die Katarakt zu operieren und bei Ausbleiben der Drucksenkung, die in ca. 20% der Fälle eintritt, eine sekundäre Glaukomoperation zu machen. Wird zuerst die Glaukomoperation durchgeführt, ist anschließend eine sekundäre Kataraktoperation notwendig. Sinnvoll ist die gleichzeitig kombinierte Glaukom-Katarakt-Operation.
Methode: In den meisten Fällen wird eine kombinierte Glaukom-Katarakt-Operation bevorzugt, die sich seit 1972 aus der Methode von Hommer aus Linz kontinuierlich weiterentwickelt hat und dem heutigen Operationsstandard angepaßt worden ist. Ausgehend von einer Goniotrepanation oder Trabekulektomie wird ein 4 mm breiter Tunnel vom Trepanationsloch aus präpariert, anschließend wird nach Phakoemulsifikation eine Kunstlinse (meist gefaltet) in den Kapselsack implantiert.
Ergebnisse: Beschrieben werden in der postoperativen Phase passagere Abflachung der Vorderkammer, passagere Hypotonieen, selten mit Aderhautabhebungen und in Einzelfällen Sickerkissenverklebungen.
Schlussfolgerungen: Auch in Langzeituntersuchungen zeigt sich die kombinierte Glaukom-Katarakt-Operation als fistulierende Operation und Phakoemulsifikation als eine risikoarme Operation, die bei niedriger Komplikationsrate sehr gute postoperative Ergebnisse erzielten läßt.

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