Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Lokale und systemische Aspekte in Diagnose und Therapie epibulbärer Tumoren

Holbach L.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Anamnese, Inspektion, Palpation, biomikroskopische Untersuchung und Erfassung von Leitbefunden (äußeres Erscheinungsbild mit intakter, papillomatöser, glatter, ulzerierender oder vernarbender Oberfläche, subepitheliale Lokalisation, Farbe, zystisches oder infiltratives Wachstum) können diagnostisch wegweisend sein. Hierbei ist die Kenntnis der Häufigkeit gut- und bösartiger Prozesse hilfreich. Im zweiten Schritt dienen bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT und MRT) der weiteren Abgrenzung des Prozesses zum Bulbus, der Orbita und Nasennebenhöhlen. Die histopathologische Untersuchung ist „Goldstandard“ für Diagnose und Beurteilung chirurgischer Schnittränder. Neue molekulargenetische „Screening“-Techniken erlauben durch Nachweis defekter Gene Möglichkeiten zur frühen therapeutischen Intervention. Das gilt insbesondere für lymphoide Tumoren und solche im Rahmen von Syndromen (Gorlin-Goltz-, Muir-Torre-, Carney-Syndrom u.a.). Ausgehend von Diagnose, klinischer und pathologischer Stadieneinteilung besteht die Behandlung aus inzisionaler Biopsie, chirurgischer Exzision im Gesunden (exzisionale Biopsie, mikroskopisch kontrolliert), Bestrahlung, lokaler und/oder systemischer Chemotherapie.

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