Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Homologe perforierende Limbo-Keratoplastik

Reinhard T., Sundmacher R.,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)

Nach einer konventionellen homologen perforierenden Keratoplastik muß das Transplantatepithel innerhalb der ersten 12 bis 18 postoperativen Monate vollständig durch Wirtsepithel ersetzt werden. Dieser Zellersatz wird durch die Limbusstammzellen des Wirtes gesteuert. Augen mit schweren Limbusstammzellschäden können daher nur rehabilitiert werden, wenn zusätzlich zur perforierenden Keratoplastik Limbusstammzellen transplantiert werden. Bei einseitigen Erkrankungen kann dies autolog geschehen. Für beidseitige Erkrankungen stehen hingegen nur homologe Verfahren zur Verfügung. Die homologe perforierende Limbo-Keratoplastik ist ein technisch einfaches Verfahren, simultan mit einer Keratoplastik Limbusstammzellen zu transplantieren. Hierbei wird das Transplantat derart exzentrisch trepaniert, dass es in etwa 40% der Zirkumferenz Limbusstammzellen enthält. Am Empfänger wird ein solches Limbus-Hornhaut-Transplantat zentral eingenäht. Postoperativ müssen als Komplikationen Immunreaktionen gegen die Endothel- und Limbusstammzellen des Transplantats erwartet werden. Eine effektive Prophylaxe von Immunreaktionen ist daher Grundvoraussetzung für eine langfristige Rehabilitation solcher Patienten. Seit Februar 1993 haben wir die homologe perforierende Limbo-Keratoplastik zur Rehabilitation von 48 Patienten mit schwersten Limbusstammzellschäden eingesetzt. Die Ergebnisse konnten seit Einführung der Methode durch langfristige lokale Steroid-Applikation, mittelfristige Gabe systemischer Immunsuppressiva wie Cyclosporin A und/oder Mycophenolatmofetil und Verwendung optimal HLA-gematchter Transplantate deutlich verbessert werden. Mit diesen Maßnahmen kann bei mehr als der Hälfte der Patienten langfristige zentrale Transplantattransparenz erreicht werden.

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