Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Orbitale Beteiligung bei multiplem Myelom als erstes Zeichen einer insuffizienten Chemotherapie

1Müller E., 2Kottler U. B., 1Cursiefen C., 1Holbach L.,
1Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
2Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Kasuistik eines Patienten mit orbitaler Beteiligung bei multiplem Myelom als erstes Zeichen einer unzureichenden Chemotherapie.
Methode: Korrelation des klinischen Erscheinungsbildes mit bildgebender Diagnostik, histopathologischen und immunhistochemischen Befunden.
Ergebnisse: Der 60-jährige Patient stellte sich vor mit Exophthalmus (5 mm) des linken Auges, reduziertem Visus, Doppelbildern und progredienten Anzeichen einer Bulbuskompression zwei Monate nach Beendigung einer systemischen Chemotherapie zur Behandlung eines IgG-l-Leichtketten-Plasmozytoms vor. Die MRT-Bilder zeigten eine umschriebene Raumforderung mit homogener Kontrastmittelanreicherung in der mediobasalen linken Orbita mit Kompression des Augapfels, im CT fand sich keine knöcherne Destruktion. Nach inzisionaler Biopsie und chirurgischer Tumorvolumenreduktion fanden sich histopathologisch monomorphe lymphoide Zellen mit plasmazellulärem Aspekt und niedrigem Proliferationsindex. Immunhistochemisch waren die Tumorzellen positiv für den Plasmazellmarker VS38c und negativ für den B-Zellmarker CD 20. Es konnte eine Monoklonalität für IgG-l-Leichtketten nachgewiesen werden. Eine erneute systemische Untersuchung zeigte die Reaktivierung des multiplen Myeloms. Exophthalmus, intraokularer Druck und Visus erholten sich im Anschluss an eine Bestrahlung der linken Orbita und eine erneute systemische Chemotherapie.
Schlussfolgerungen: Kenntnisse der klinischen Befunde bei primärem und rezidivierendem multiplen Myelom sind wesentlich für die adäquate Behandlung dieser Patienten, da eine orbitale Beteiligung das erste Anzeichen einer insuffizienten Chemotherapie sein kann.

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