Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Excimerlaser-assistierte perforierende Keratoplastik

Seitz B., Langenbucher A., Küchle M., Naumann G. O. H.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Ziel dieses Referates ist es, den Hintergrund, die technischen Details und die Vorteile der nichtmechanischen Excimerlasertrepanation bei der perforierenden Keratoplastik (PK) zu erläutern.
Patienten und Methoden: Unter der Vorstellung, daß die Eigenschaften des Wundbettes von überragender Bedeutung für die endgültige optische Qualität des Transplantates sind, haben wir in Erlangen die Technik der nichtmechanischen Hornhauttrepanation entlang von Metallmasken mit acht "Orientierungszähnchen/-kerben" entwickelt und optimiert. Seit 1989 wurden mehr als 1200 Augen erfolgreich mit dem Meditec MEL60Ò Excimerlaser behandelt. Für die Spendertrepanation von der epithelialen Seite wurde eine künstliche Vorderkammer eingesetzt.
Ergebnisse: Publizierte klinische Studien haben gezeigt, daß diese Technik die Spender- und Empfängerzentrierung, die "vertikale Verkippung" sowie die "horizontale Torsion" des Transplantates im Empfängerbett verbessert. Daraus resultiert ein signifikant geringerer Astigmatismus nach Fadenentfernung, eine höhere Regularität der Topographie und vor allem ein besserer Visus. Die Störung der Blut-Kammerwasser-Schranke in der Frühphase nach PK wird reduziert. Die Lasertrepanation induziert im Vergleich zur Keratopalstik mit herkömmlicher Technik nicht mehr Katarakte und wirkt sich nicht schädlich auf das Transplantatendothel aus. Die Rate von immunologischen Transplantatreaktionen und sekundären okulären Hypertensionen nach PK wird durch die Lasertrepanation nicht beeinflußt. Außerdem wird die Trepanation bei instabiler Kornea (z.B. perforiertes Ulcus corneae oder Descemetozele, komplizierte radiale Keratotomie oder posteriore lamelläre Keratoplastik bzw. iatrogene Keratektasie nach LASIK) erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht.
Schlussfolgerungen: Um den gefürchteten Astigmatismus-Anstieg nach Fadenentfernung zu vermeiden, sollte ein Trepansystem für die perforierende Keratoplastik verwendet werden, das die spannungsfreie symmetrische Einpassung eines kreisrunden Spenderscheibchens in ein kreisrundes Empfängerbett mit kongruenten unproblematisch wasserdicht adaptierenden Schnittkanten sicherstellt. Diese Ansprüche an eine optimale Trepanation werden derzeit am ehesten durch die nichtmechanische Lasertrepanation erfüllt.

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