Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Hornhaut-Nahtring bei perforierenden Keratoplastiken

1Krumeich J. H., 2Duncker G. I. W., 3Uthoff D.,
1Martin-Luther-Krankenhaus, Augenabteilung (Bochum)
2Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Halle/Saale)
3Augenklinik Kiel-Bellevue (Kiel)

Hintergrund: Intendiert ist die Stabilisierung der postoperativen Refraktion bei perforierenden Keratoplastiken, insbesondere bei peripheren Vaskularisationen. Die Aufnahme sich ändernder Vektoren im Ring soll eine bessere Wandadaptation bewirken.
Methode: Ein 15/100 mm (±1/100) x 7,95/8,1 mm Ring aus einer Kobalt-Titan-Molybden-Legierung wurde in das PKP-Bett eingenäht. 110 aufeinanderfolgende Fälle (GR I) mit einer Mindest-Beobachtungszeit von einem Jahr wurden untersucht, Eine identische Kontrollgruppe ohne Ring (GR II) dieser Gruppe gegenübergestellt.
Resultate: Der postoperative Zylinderwert war in GR I - 2,5 Dptr. in GR II -2,9 Dptr. Der Visus war nach 6 Monaten 0,45 und nach einem Jahr 0,6 in beiden Gruppen. In Gruppe I blieben Sphäre und Zylinder gleich, während alle Werte einschließlich der Achswerte sich in GR II veränderten. Die Endothelzellzahlen waren nach einem Jahr 1780 Zellen/qmm in GR I und 1650 Zellen/qmm in GR II. Einwachsende Gefäße blieben häufig außerhalb des Rings. Durchgezogene Nähte konnten in der Ring Gruppe nach 4 Monaten ohne erkennbare Nachteile entfernt werden. Immunreaktionen in GR I eine ( 0,9%) nach einem Jahr verglichen zu sieben ( 6,5%) in GR II.
Beurteilung: Der corneale Ring scheint die Einheilung des Transplantats zu beschleunigen, Immunreaktionen zu vermindern und als Barriere für einwachsende Gefäße zu fungieren. Die Höhe des Astigmatismus und die postoperative Regeneration des Sehvermögens scheinen wenig beeinflußt. Die Refraktion ist in der postoperativen Phase stabiler. Die Endothelzellzahl war nach einem Jahr nicht statistisch signifikant unterschiedlich.

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