Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik

Geerling G., Laqua H.,
Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck)

Als Standardverfahren der Hornhauttransplantation hat sich seit Jahrzehnten die perforierende Keratoplastik etabliert, bei der alle Schichten der Wirtshornhaut durch ein durchgreifend trepaniertes Transplantat ersetzt werden. Bei funktionell gutem Endothel kann alternativ auch eine anteriore lamelläre Keratoplastik durchgeführt werden bei der Anteile des posterioren Stromas, der Descemet-Membran und des Endothels des Empfängers erhalten bleiben. Potentielle Indikationen für eine tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik sind Ektasien, Narben und Dystrophien des cornealen Stromas. Die anteriore lamelläre Keratoplastik umgeht potentiell die Nachteile der perforierenden Keratoplastik, wie z. B. eine endotheliale Immunreaktion, reduzierte Wundstabilität und die lange postoperative Rehabilitationsphase. Da das lamelläre Interface in der optischen Achse jedoch früher häufig mit visuslimitierenden Komplikationen (z. B. persistierende Narben) verbunden war wird dieses Verfahren in Deutschland heute nur noch in ca. 5% aller Honrhauttransplantation durchgeführt. Neue Op-Modifikationen sollen jedoch durch vollständiges Entfernen des gesamten Wirtstromas vor der Descemet-Membran diese Interface-Probleme umgehen und ein akzeptables Visusergebnis ermöglichen. Verschiedene OP-Techniken und Erfahrungen mit der tiefen anterioren lamellären Keratoplastik bei Keratokonus (n=24) und postherpetischen Hornhautnarben (n=7) werden dargestellt.

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