Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Zellinvasion und Zytokinexpression nach perforierender Keratoplastik

Reinhard T., Sundmacher R.,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)

Hintergrund: Nahezu alle Kenntnisse über Zellinvasion und Zytokinexpression nach perforierender Keratoplastik stammen aus Keratoplastikmodellen am Versuchstier. Ob diese Kenntnisse auf Keratoplastikpatienten übertragbar sind, ist bislang nur unzureichend untersucht worden.
Patienten: An insgesamt 93 Patienten wurden Vorderkammerpunktionen durchgeführt: 18 Patienten ohne Keratoplastik (Gruppe I), 38 Patienten ohne Immunreaktionen nach perforierender Keratoplastik (Gruppe II) und 37 Patienten mit endothelialen Immunreaktionen nach perforierender Keratoplastik (Gruppe III). Hierbei wurden pro Patient zwischen 0,05 und 0,1 ml Vorderkammerwasser gewonnen. Dieses wurde zytopathologisch oder im Hinblick auf die Expression des totalen TGF-ß2 und sFasL untersucht.
Ergebnisse: In den Gruppen I und II konnten keine Immunzellen nachgewiesen werden. Hingegen lagen bei fast 80% der Patienten aus Gruppe III Immunzellen in der Vorderkammer vor. Hierbei handelte es sich in erster Linie um Monozyten und Makrophagen. Für zytoimmunchemische Untersuchungen war das Material zu spärlich. TGF-ß2 wurde bei allen Patienten ohne statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt. Keiner der Patienten in Gruppe I, etwa ein Drittel der Patienten in Gruppe II und zwei Drittel der Patienten in Gruppe III wiesen sFasl in der Vorderkammer auf. Dabei waren die Konzentrationen in Gruppe III statistisch signifikant höher als in Gruppe II.
Schlussfolgerungen: Monozyten und Makrophagen stellen den Hauptanteil der Immunzellen in der Vorderkammer von Patienten mit endothelialen Immunreaktionen nach perforierender Keratoplastik dar. Im Gegensatz zum totalen TGF-ß2 wird sFasL nach perforierender Keratoplastik und insbesondere beim Auftreten von Immunreaktionen hochreguliert.

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